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Der Wald in der Culturgeschichte : Vortrag gehalten im Rathhaussaale zu Zürich am 5. Februar 1885 / von A. Bühler
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der jeder geologischen Ablagerung eigentümlichen Terrain-bildung Zusammenhängen, haben wir eine bunte Mannig-faltigkeit im Wechsel zwischen Wald und Feld, wie einBlick vom Uetliberg oder Kigi ihn etwa aufweist. Diekleinen Wälder, aus denen die aargauischen und luzernischenDörfer hell hervorleuchten, linden wir von Freiburg, Bern und Solothurn an über Luzern, Zug, Zürich hinweg durchden Thurgau hin verbreitet. Jenseits des Bodensees setzensie sich fort bis an die Donaugelände, wo der schwäbischeund bairische Jura einstmals die Ufer des Molassemeeresgebildet haben und die hügelige Landschaft der neuestengeologischen Epochen ihre Grenze hat. Dies ist auch dasGebiet, in welchem die Ansiedlungen weniger in grossenDörfern als in kleineren Weilern und Einzelhöfen statt-gefunden hat, weil, wie man gewöhnlich annimmt, dieseArt des Einzelwohnens dem Charakter der Alamannen ammeisten entspricht, jedenfalls aber auch, weil nicht dasWasserbedürfniss die Ansiedlung um eine einzige Quelleherum nöthig machte.

Neben der Terraingestaltung ist die Fruchtbarkeit desBodens für die landwirtschaftliche Benutzung entscheidend.Wo nicht das Urgebirge durch seine Verwitterung die Erd-krume liefert, sondern die sedimentären Formationen boden-bildend auftreten, hat man es, wie bekannt, mit verschiedenenSchichten zu thun, deren Zusammensetzung aus Sand oderThon und ihren Mischungen ganz verschiedene Grade derFruchtbarkeit bedingen. Bald treten diese verschiedenenSchichten vom Buntsandstein herauf bis zum Alluvium nurin schmalen Bändern auf, wie im Kanton Basel und Aargau ,oder sie bilden auf weite Strecken hin die Oberfläche, wiedas Diluvium einen grossen Theil der Nordschweiz bedeckt.Nun lehrt ein genaueres Studium der Vertheilung zwischen

Bd. VIII. Der Wald. 28