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Lenoir's und Ericsson's neue Bewegungs-Maschinen und Testud de Beauregard's verbesserter Dampfgenerator / Nach eigener Anschauung beschrieben und durch 11 Abbildungen erläutert von A. Lipowitz
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liche und vehemente Ausdehnung und die schnelle Kondensationwerden es schwerlich geeignet zur Krafterzeugung machen, wieauch dessen Treis zu hoch sein dürfte. Nun giebt es aberandere, billigere Gase, welche, mit atmosphärischer Luft gemischt,in welcher bekanntlich dem Volumen nach cirka ein FünftelSauerstoff enthalten ist, ebenfalls ein Knallgas liefern undWelches, entzündet, dieselbe Erscheinung, nur nicht so heftig,zeigt. Zu diesen Gasen zählt: das gewöhnliche Leucht-gas. Wir wissen, wie oft schon Explosionen aus Unvorsichtig-keit entstanden sind, wenn Leuchtgas frei in Räumen ausströmte,sich mit der atmosphärischen Luft mischte und ein explosivesGemisch erzeugte, welches dann, durch ein zufällig hineinge-brachtes Licht entzündet, im ganzen Raum Fenster, Thiiren undWände durch die plötzliche Ausdehnung herausdrückte.

Da das Leuchtgas aus verschiedenen brennbaren Gasarteniu sehr wechselnden Verhältnissen besteht, welches wesentlichschweres Kohlenwasserstoffgas als das eigentlich leuchtendePrincip, dann leichtes Kohlenwasserstoff-, Wasserstoff- undKohlenoxydgas enthält, so werden diese Gase unter Sauerstoff-zutritt verbrannt und höher oxydirt.

Der Wasserstoff verbindet sich mit Sauerstoff zu WasserUn <I der Kohlenstoff und das Kohlenoxyd zu Kohlensäure. Dase utstandene Wasser nimmt einen 2000 Mal kleineren Raum ein

die es konstituirenden Gasarten Sauerstoff und Wasserstoff.Ker Kohlenstoff der Verbindungen, welcher in Dampfform darinv °rhanden ist, verbrennt zu Kohlensäure, die gasförmig einengleichen Raumgehalt des verbrauchten Sauerstoffs einnimmt.

Wir haben zur bessern Uebersicht nachstehend in einerTabelle in erster Reihe die Bestandtheile des gereinigten Leucht-'guses aufgeführt, in zweiter Reihe das quantitative Verhältnissderselben dem Volumen nach angegeben, in dritter den Ver-brauch von Sauerstoffvolumen aus der Luft zur Verbrennung,Un d in vierter Reihe die nach der Verbrennung übrig bleibendenV °lumina.