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hütete wie Goethe sorglich seine innere Welt und zog die äußerean sich heran, ohne sich ihr hinzugeben. Seine vielbesprocheneAbgeschlossenheit ist lange in Außer-Österreich nicht verstandenworden. Das Hervorbringen war ihm — wiederum echt künst-lerisch — ungleich wichtiger als das Hervorgebrachte. Nur seinJugendwerk, in dem er eben noch nicht auf der Höhe der künst-lerischen Anschauung stand, war in Deutschland mit großem Er-folg über die Bühnen gegangen. An dieses einzelne Werk hieltsich nun Jahrzehnte lang das Urteil der Litterargeschichte undignorierte die lange Reihe später entstandener Meisterwerke. Wehdieses Jugendwerk eine sogenannte Schicksalstragödie war, mußteGrillparzer neben dem ganz vergessenen Werner und neben demhalb vergessenen Müllner stehen, trotzdem er sich später nebenGoethe. Schiller und Shakespeare gestellt hat. Und weil die„Ahnfrau" gleich einigen vorangegangenen, zu Anfang des Jahr-hunderts populären Tragödien das Trochäen-Metrum der spani-schen Dramatiker auf die Bühne brachte, gehörte Grillparzer nuneinmal der sogenannten spanischen Dramatiker-Schule an, trotz-dem in ihm dieses Element ganz originell und deutsch verarbeitetwar und er sich gegenüber den Spaniern, deren Kunstform ihnbis zu einem gewissen Grade anzog, etwa so verhielt, wie Shake-speare gegenüber den italienischen Novellisten. Seit ungefähr10 Jahren ist Grillparzer durch die Gesamtausgabe seiner Werkein der Nation und auf den Theatern wieder lebendig geworden.Aber die Litterargeschichte, die nicht gern an ihrem Linearsystemrütteln läßt, hat ihm noch immer nicht den rechten Platz anweisenwollen. Geht es nun nicht mehr an, ihn lediglich aus der„Ahnsrau" heraus zu charakterisieren, so wird jetzt ein anderesnicht minder hohles Schlagwort als geprägte Denkmünze ausge-geben. Grillparzers große Begabung, die endlich zugestandenwird, soll verkümmert sein, weil ihr die Fühlung mit dem deut-schen Littcraturleben fehlte. Was wäre aus ihm geworden, liebtman hinzuzufügen, wenn er im äußer-österreichischen Deutschlandgelebt hatte! Nicht viel anderes, erlauben wir uns darauf zu
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