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untergeht. Die Frage nach dem „wie" und nach dem „warum"kommt also bereits ins Spiel, soll das Traurige zum Tragischen,zu einem Elemente der dramatischen Wirkung erhoben werden.Und eben so verhält es sich mit dem Komischen, das erst dannunter den Begriff des Dramatischen fällt, erst dann zum Komödien-Nement erhoben wird, wenn wir in die begründete Folge derkomischen Elemente Einblick erhalten. Die Elemente also, traurigund komisch, sind verschieden. Aber in betreff ihrer Jneinander-Gründung und -Bindung tritt hier wie dort das dramatischeFormgesetz in Kraft. Der Inhalt kann das Verkehrte, Groteske,Querköpfige sein; die Motivierung und Bindung dieser Elementeober darf von allen diesen Eigenschaften nichts an sich haben.Dieses haltbare Gefäß für die flüssigen Elemente der Stimmungmuß gleich fest im Lustspiele, wie in der Tragödie und im Schau-spiele sein. Die Motivierung und die Komposition muß in derkomischesten Komödie so ernst genommen werden wie in der tragische-sten Tragödie.
So ergeben sich denn auch in der inneren Technik der Ko-mödie, in der diese Motivierung und Bindung der Elemente vorsich geht, dieselben zwei großen Richtungen, die wir in der Tra-gödie der Weltlitteratur vorherrschend gefunden haben. Auchhier wieder Fabeldrama und Charakterdrama. Auch hier einehäufige Berührung und Durchkreuzung der Richtungen, aber dochimmer mit dem merklichen Unterschiede, daß endgiltig entweder dieHandlung durch die Charaktere oder der Charakter durch die Hand-lung bestimmt wird. Die Richtungen ruhen auch hier auf jenen zweiverschiedenen Grundlagen der Weltauffassung, die wir hinsichtlichder Tragödie nachzuweisen versuchten. In jenem Lustspiel, dasauf Seiten des Fabeldramas steht, vertritt der Zufall das Fatum,oder ist vielmehr nichts anderes als ein heiteres Fatum undscheint in allen Wirren der Komödie und in deren Lösung ebensogut als eine beseelte Macht zu wirken, wie das Schicksal, inwelcher Form es auch im Trauerspiel erscheinen mag. DerPsychologischen Charaktertragödie aber ist die psychologische