Band 
Zweyter Band.
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Äpl'M'g.

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-V. b.

Beschreibung der Burg.

.. Der Eingang zu der Burg führt von Süden her durch dieVerbürg oder den Vorhof, ehemals ein Städtchen von drey undzwanzig Häusern, wo mehrere adelige Geschlechter ihren Sitzhatten. Die Bürger wählten selbst ihren Schultheißen undRichter, die in dem Umfange des Städtchens die Gerichte übten.Die uralte Sitte, daß das Haus ein unverletzliches Hciligthumseyn solle, galt in frühern Zeiten so, daß wer aus den Bürgernden verfolgenden Gcrichtsdicnern bis unter das Vordach einesHauses entrinnen konnte, dort in einem sichern Asyl sich befand,wenn sein Vergehen nicht malcsizisch war. Im Jahre 1337wurden die Bürger durch Herzog Albrecht von Oesterreich vonallen Reisen (Kriegszügen), Reisekosten und Steuern bcfrcyt, undihnen im Jahre 1370 von Herzog Leopold Wochen- und Jahr-märkte bewilligt. Zu Winterthur besaß sie das merkwürdigeVorrecht, nicht nur selbst vom Zolle und Jmmi befreyt zuseyn, sondern diese Freyheit noch achtzehen andern, die nichtBürger zu Kyburg waren, zu ertheilen. Die städtische Verfas-sung ist aber schon lange, wie die Mauern des Städtchens, ver-schwunden; den Stadtgraben aber erkennt man noch deutlichauf der östlichen und südlichen Seite. Wo der Weg aus derVorburg sich nach der Burg selbst wendet, stehet die jetzigePfarrkirche, ursprünglich eine Kapelle, zu welcher im Jahre 1387von Rudolf Stucki und Johann Hoppler eine Pfründe gestiftet,und im Jahre 1424 durch Kunigunde von Montfort, Besitzerinnder Burg und Grasschaft, ein Haus mit einem Baumgartcnvergäbet wurde. Die Pfarrkirche war in dem drey Viertelstun-den entfernten Dorfe Jlnau, von woher auch bis zum Jahre1515 der Gottesdienst in dieser Katharinen - Kapelle besorgtwurde. In besagtem Jahre bewilligte dann der Bischof vonKonstanz , und der Abt zu Allerheiligen in Schaffhausen , alsCollator von Jlnau, die Anstellung eines eigenen Kapellans zuKyburg.