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Güttingeii.
schwebte, indem er mit einem Gegenabt kämpfen mußte bis anseinen Tod. Zwar stritten die mächtigsten Dienstmannen fürUlrich, und der starke Arm seines Hauptmanns, des Grafen Ru-dolf von Habsburg , machte bald dem Kampf mit den Waffen,aber gleichwohl nicht dem vor dem Pabste ein Ende; und eropferte über demselben nicht nur alles kostbare Kirchengerätheschmählich auf,, sondern auch die von seinem Vorgänger zusam-mengesparte Summe zur Wiedereinlösung der an den reichenWalter von Elgg verpfändeten Herrschaft Grüningen. Diesewieder zu gewinnen, dazu raubte ihm Rudolfs gewaltthätigeList endlich auch noch jede Hoffnung. Denn nachdem Ulrichmit einem stattlichen Gefolge von Rittern den neucrwähltcnKönig zu seiner Krönung nach Aachen begleitet hatte, und ersich nach derselben verabschieden wollte, so nöthigte ihn Rudolfauch auf der Rückkehr bis Lausanne bei seinem Geleite zu blei-ben, während er dem geldentblößten Abt gegen erzwungeneBürgschaft St. Gallischer Edelleute des Gefolges immerfortborgte. Am Ende aber, als Ulrich sich beurlauben durfte, for-derte der König, daß er ihm für die geborgte Summe sogleichseine Rechte auf die Herrschaft Grüningen abtrete, oder jeneEdelleute, seine Bürgen, als Geißel zurück ließe. Mit Schmerzgab Ulrich das schöne Bcsitzthum auf immer hin, und kehttemit seinen Rittern traurig in die Heimath zurück. Nachdemer auch noch Jttingen durch Rudolfs um sich greifende Ländcr-sucht verloren, sahen die gegen ihn erbitterten Convcntbrüdergerne seinen Tod, 1276. Jetzt gab auch sein Bruder Alb-recht die Probstcy auf, und wurde Franziskaner. — Als Ru-dolf von Habsburg in seinen letzten Tagen einen der Nach-folger Ulrichs, Wilhelm von Montsort, durch harte Ver-folgung bedrängte, und die Furcht vor der Ungnade desKaisers bei den meisten den Entschluß zu großmüthiger Treueüberwand, da blieb dem Verfolgten sein standhafter Much und ein Freund, sein Kämmerer, Heinrich von Güttingcu,welcher mit ihm, als Verrath den Abt bedrohte, 1289 mder Nacht von der alten Tockenburg nach der Au bei Grießeu-bcrg an der Thür floh, wo sie sich kurze Zeit verbargen, umden Augenblick zu ersehen, sich nach Schwaben zu retten, bis