Geßgcii.
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für andere geführt. In seinen muthigcn Haufen stiind alsstreitbarer Gehülfe Gerhard von Gößkon, gewandt und wohl-erfahren im Kriegs- und Ritterspicl, ein Haudegen sonderGleichen, Vasall von Habsburg - Lauffenburg als Kastvogt überOlsbcrg. Mit ihm half er in einer Fehde mit Basels Bischofdas St. Marien-Magdalcnen-Kloster, büßender Schwestern Haus,auch Steinen-Kloster genannt, in einer Vorstadt von Basel verbrennen, 1254. Auch auf sein Haupt schleuderte der heiligeVater, Pabst Innocens IV -, den Bannfluch, da zog er in dieKreuzfahrt gegen die Ungläubigen in Preußen, durch derenBlut sich rein zu waschen, und sich vom Interdikt zu besreyen.Auch den König Ottokar von Böhmen hals er ihm bekriegen,1258.
Sonst noch that Gerhard den Habsburgern manchen Dienst.So erscheint er öfters als ihr Zeuge. Von Gottfried und Eber-hard wurde er dem Ammann von Sarnen als Bürge gestellt,daß sie ihm die neun Ziegcrkäse jährlich liefern werden.
Diesem in ritterlichem Wesen und andern Geschäften wohl-geübtem Manne ertheilte Werth ihres Gotteshauses Schuh,und Schirmvogtey. Sey es nun, daß solches schon beim BauedeS Schlosses in des Stiftes Absichten lag, oder geschah es,um sich den ungestümen Nachbar gewogen zu erhalten, oderdurch seinen Trotz fremdem zu begegnen. So handelt die Ge-schichte der Gößkoner wegen dieser Verbindung mit dem Stifteviel über Angelegenheiten der Kastvogtey, und giebt so einigesLicht über das Verhältniß der Ritterschaft und Geistlichkeit da-maliger Zeit.
Sechs und zwanzig Jahre, nachdem Gerhard von Göß-kon den Schloßbau zu betreiben angefangen, 1256, erscheint erzum letztenmal als Zeuge in dem Streithandel zwischen Wernhcrvon Luternau und dem Kloster St. Urban. Den dritten Mayerwähnt seiner das Todtenbuch von Werth, und giebt ihm eineLütgardis zur Ehegenossinn. Von ihr hatte er zwey Söhne,Conrad und Gerhard H- Eonrad wohnte 1258 unter