Band 
Zweyter Band.
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Gößgeii.

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Marquard um ein Jahr verlängert, ein Beweis, daß desRitters Gerhard ll. von'ßkon langes Leben geschlos-sen war.

Um diese Zeit verfaßte der mit vielen Würden bekleideteConrad II - von'ßkon, Probst zu Werth, Domherr zuBasel , seinen letzten und liebsten Willen in Schrift. DreySchupposen zu Gelterkingen bestimmte er für die Jahrszcitseines Oheims Lüthold von Rötelen, des Domprobstes. Dreyan gleichem Orte für seine Eigene, bei dessen Feyer sollen, wäreer nicht selbst in Basel begraben, seines Vaters ünd BrudersGräber nach der Kirche Brauch besucht werden. Als Probst vonZosingen weihte er den Gehalt eines Jahres einer Jahrszeitdaselbst, als Probst von Constanz , des jährlichen Gehaltes eineHälfte dem Domstift als Andenken, die andere zu milden Stif-tungen. 1291 kömmt er auch als Rector (Kilchmeyer) vonSarmenstorf vor. Dem Stifte Werth schenkte er einen vormalsvon ihm gekauften Hof zu Stüßlingen.

Nicht also zu frommen Gaben geneigt war Amalia,Gerhards II- Wittwe, welcher schon früher die Einwilligungin den Verkauf des Hofes Seon so bedenklich schien. Im Ge-nusse von ihres Mannes Derlassenschaft, scheint sie öfters in desStiftes Rechte gegriffen zu haben, so wenigstens lauten die inMenge vorhandenen Stiftsklagen.Das Gemeindemark vonNiedergößkon und Stüßlingen, und die Tafernen daselbst stehennicht unter ihrem, sondern des Probstcs Versügungsrecht. Die-ser habe die Fähre zu Werth zu besetzen und zu entsetzen, nichtsie. Sie spreche Stiftsgüter an und nehme davon die Landgar-ben. Sie verhindere dem Stifte den Fallschatz, verkaufe Got-tcshausleute, so haben die Landenberge, Heinrich Trutmann undNikolaus von Wartenfels welche von ihr gekauft." Ob dasMalter Dinkel , womit Amalia das Stift für ihre Jahrszeitbegäbet, sie mit demselben aussöhnte, weiß ich nicht, auch nicht,ob die Stiftsherrn den zehnten April 1321 ihren Namen mitweinenden Augen in das Todtenbuch (Udor vitao betitelt) ein-trugen.