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Zweyter Band.
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Sonnenberg, Wengi und Zezikon.

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reichen Feldern und Weinbergen des Lebens sich freuen sieht.An dem bedeutenden Umfang des stattlichen Schlosses selbstaber sind alle altcrthümliche Spuren verschwunden.

So viele Hügel das Auge vom Sonnenberg herab über-stiegt, die alte Burgen trugen, findet es doch nun keine derselbenmehr aufrecht, als auf einem sanften Hügel eine halbe Stundegegen Aufgang die Burg Lo mmis, einst Boubmcissawo der alte Thurm von neueren Gebäuden eingefaßt ist. Hiersaß einst Ulrich von Lommis, Bürger und RathSherr zuZürich, Reichsvogt , im alten Zürichcrkrieg für die bedrängteStadt nach Stüßi der erste Mann. Er begleitete 1431 denBürgermeister als Gesandten an Kaiser Sicgmund nach Feld-kirch. Er war Hauptmann der hundert Knechte, die Zürich 1437 in das Sarganser Land geschickt. " Bei der ersten Waf-fcnthat dieses Krieges bei Freudcnbcrg verlor er sein Pferd. Ulrichbesetzte beim Ausbruch des Bürgerkrieges 1439 mit tausendMann den Etzel; ohne seine Schuld erlitt Zürich hier den er-sten Unfall. Während er 1440 mit achthundert Kyburgern,als Hauptmann der Herrschaft Kyburg, zu Elgg die Grenzeder Züricher deckte, ward von Beringer von Landenberg undPeter von Naron seine Burg erobert, geplündert und verbrannt.Er selbst überlebte das Ende des schrecklichen Krieges nicht:er ging in der Schlacht bei St. Jakob an der Sihl Stüßi,seinem Freunde, voran in den Tod, und mit ihm sank der Zü-richer vorzüglichste Stütze, und erlosch sein Geschlecht. Nachvielem Wechsel kam die Burg an das Kloster Fischingcn.

LommiS gegenüber am Jmmenberg, zwischen Zezikon undSonnenberg, aus einer vorspringenden Platte, stand vor wenigenJahren noch die schöne Ruine der Burg Spiegelberg, einstbewohnt von angesehenen Freyhcrrn, deren einer, Guntram,CustoS zu Muri , schon darum bcmcrkenswcrth ist, weil er derFreund Bischof Heinrichs von Klingcnberg war. Nach demErlöschen des frenherrlichen Geschlechtes besaßen die Grafenvon Tockcnburg eine Zeitlang die Burg und Herrschaft; vondiesen kauften sie 1376 die Edlen von Stceß. Bon den Mont-

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