1. Buch Moſis Cap. 1. verſ.
Geher hin in alle ꝛc. Welche Stellen durchas Wort Welt, die Erde, und zwar den be-wohnten Theil derſelben augenſcheinlich wol-en verſtanden wiſſen. fOb nun dieſes alles aus einem Chao, einemungeformten Klumpen, oder verworrenen Ma-terle entſtanden? oder wenigſtens die Elemen-tariſchen Theilgen in behöͤriger Vollkommen-eit zuerſt erſchaffen worden? oder, wie miram wahrſcheinlichſten fuͤrkommt, ob die gantzeelt, die Erde allein ausgenommen, in ihrerSchoͤnheit gleich anfaͤnglich ſich dargeſtellet?ill ich dem Urtheil derjenigen anheim geben,welche mich an Scharffſinnigkeit des Gemuͤthsübertreffen; So uͤberlaſſe ich auch jenem grof-en Reformatori Carteſio die Weiſe auszuma-cen, nach welcher ſein dreyfaches Element fa.rieirt, die kleineſte Himels Kuͤgelein und groſ-eCortices oder Welk⸗Wirbel aber abgedrech-elt worden indeme ſolcherley Dinge mehr aueiteln Einbildung⸗ und eigenen Vorſtellungen,s ſichern Grunden und richtigen Beweißthuͤ-ern beruhen; meine Sache hingegen nicht iſt inieſe Geheimniſſen dermaſſen mich zu vertieffen.3 m ſo weniger unterſtehe ich mich auch dieJahr Seit anzusetzen, in welcher die Weltvacchaffen worden; ſiehet man auf das Pa-adiß, und deſſen Clima oder ehmalige La-ge, ſo iſt und bleibet die Sache ungewiß; woaber ſolche Frage den gantzen Erdboden ange-ben ſoll, wird ohnſchwer 85 antworten ſeyn:2 allen de in Betrachtung, daß in6 nſehung verſchiedener Laͤnder auf dem Erd-taden Frühling, Sommer, Herbſt und Win-ſchen gleicher Zeit einfallen. Auſſer demecheinet der Warheit am aͤhnlichſten zu 51 5aß die Sonne oder Erde am Anfang in dender chnitt deß Aquatoris und der Eclipticoder Sonnen ⸗Straſſe gef worden, wel-ſbes ſich nunmehro beym Anfang des Fruͤh-dend und Herbſts ordentlicher Weiſe zutraͤget;5 Fruͤhling ſtimen bey Ambrol. in Hexaem.5e. I. Cc. 4. Theodoret. in Exod. Qu. 27. Was-1 bey Reyher. Math. Mos. p. 98. und1 05 welcher letztere die Zeit⸗Rechnung an-ugt von dem Sonn⸗ oder erſten Tag deßomnaths Niſan, der unſerm May gleich1 welchenfalls die Sonne gleich damali Antritt des Widders geſtanden waͤre;dar dieſes bringt der angenehme Fruͤhling alletheil nen in Safft und Krafft: da im Gegen-5 die Vollkommenheit ſolcher GeſchoͤpffenÜbe erbſt das Wort redet, und auch zumeterfluß die älteſte Egypter das Jahr vom1 angefangen, und die Ebreer ſelb-50 ihre Buͤrgerliche Jahre im Monat Thisri1 0 das Lauber⸗Huͤtten Feſt in ſolcherannere cen e u. d. m. Worinnenſtattet wird. jeden ſeine freye Wahl gerne ge-
So hat demnach der Groſſe, Drey⸗Eini-ge G Te im Anfang aller Zeiten, Himmel
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und Erden aus Nichts erſchaffen, undſelbige in vollkommener Ordnung aufs zier-lichſte herfuͤr gebracht; benebens nicht nurVorticem Solis, den Sonnen ⸗Wirbel, ſon-dern auch alle Fir und Irꝛ⸗Sterne, ſaunt de-nen dazwiſchen ligenden unausmeßlichen Raͤu-men oder Plaͤtzen am Himmel; wornaͤchſt diegleichfolgende Sechs Schoͤpffungs⸗Tage zu voͤl-liger Ausarbeitung der Erde ausgeſetzet wor-den. Immittelſt verdienet die allernetteſteEinrichtung des Welt⸗Gebaͤudes, zufoͤrderſtdes Sonnen⸗Bezircks, worinnen wir Erden-Bewohnere uns aufhalten, den billigen Vor-Rang unter gegenwaͤrtigen Bibliſchen Figurenund Kunſt⸗Bildern, und zwar, in ſo ferne ſieauf denen Grund⸗Saͤtzen des Copernici nun-mehro ſo viel als eine Mathematiſche Gewißheiterlanget haben. Deme zufolge zeigt ſich die Son-ne in centro gravitatis, in dem Mittel⸗Punct
f der Schwere ihres jetztermelten Wirbels oder
Umereyſes; und von dieſem hellglaͤntzendenCöͤrper in gewiſſer Weite und Ferne/ als der je-desmahligen cubiſchen Wurtzel von dem qua-drato revolutionis oder Vierungen der Um-laͤuffen, die in folgender Ordnung ſtehendePlaneten; der Mercurius, die Venus, die Er-de, nebſt ihrem Trabanten, dem Mond,Mars, Jupiter ſamt 4. Bedienten, Saturnusmit ſeinem Ringe und 5. Beylaͤuffern. Die Co-meten laſſen ſich gleichfalls zu gewiſſen Zeiten indieſem Sonnen⸗Reiche antreffen, deſſen nahm-hafftes Exempel wir Amo 1680. geſehen haben.Auſſer mehrberuͤhrten Sonnen⸗ Wirbelerſcheinen die Fir⸗ Sternen/ je einer uͤber-oder hinter dem andern, in Geſtalt vielerSonnen, die man beſſerer Ordnung und Be-halts wegen in gewiſſe Figuren, Geſtirne, Haͤu-ſer oder 12. Himmliſche Zeichen rings um denſogenannten Thier ⸗Creyß abgetheilet.
Hierauf præſentiret ſich eine genauere Vorſtel-lung des Sonnen oder Planeten(Irꝛ-a Sternen) Himmels.
Groͤſſe der Sonnen und Planeten in wuͤrff-lichten oder gevierdten teutſchen Meilen. f
der Sonnen 36452529 28246060,
des Jovis 2768321367312.des Saturi: 8995549140400.der Veneris— 6151366863.der Erden 2662560000.des Mar tis 385815367.des Mercuri! 149300419.Woraus erhellet daß die Sonne groͤſſerſeye alsiter1 2405.enus 592754.die Erde. 1359078. mal.Mars 10244509.Mercurius 24415557.“A 2
Mitlert