Band 
Erste Abtheilung.
JPEG-Download
 

250(00 K

T AB. XXXIX

O mag das Gnaden Schiff gantz ausgebauet ſehen/

So mag es unbewegt auf trocknem Lande ſtehen-

Es mag die Spoͤtter⸗Welt daruͤber hoͤniſch ſchmaͤhen/Sie wird es bald zu ſpat auf Fluchen ſehen gehen.

Uf bißher gelegte Gruͤnde baueich nunmehro in dieſer und fol-gender Tafel die halbe Arche,wie ſie haͤtte moͤgen in die Au-gen fallen, und zwar nach8 ern Sturms Saͤtzen; ver-dem hoffentlich wird die Zeichnungzum erm Autori, wo nicht gaͤntzlich, dochung deheil gefallen ich will aber die Ehre, dieDer guͤnſtige Leſer bey dieſer perſpectivi-

ſchen Vorſtellung zu geben belieben wird, ihmeund nicht mir ſelbſten zueignen. 5

Lab. XXXIX. A. Schwimmet der Schiff-Kaſten wolberegnet auf denen Waſſern; An-bey iſt Fig. I. ausgedruckt ein perſpectiviſcherAuszug vom mitlern, und Fig. II. vom obernBoden da man dann in die Zimmer, Staͤl-le und Vorrath⸗Kammern hinein ſehen kan,das weitere iſt dem Text ad Tab. XL. beyge-ruͤckt zu finden.

Welt baue, weil du kanſt, dein Heil, ſetzt iſt es Feit!

. Dae Frommen ſind geruͤſt, die Welt iſt unbereit:

0 5

a

ö Doe übrige Geſtalt/ die Fenſter und die Thuͤren/

S wird weder unſerm Vorha-ben entgegen, noch dem Leſerbeſchwerlich ſeyn, wenn wirdemſelben auch andere Zeich-nungen der Arche in kleinernEntwuͤrffen mittheilen.

rer nicht weit ab, wie ſie Chriſtoph Mu-doge aßt, welcher Burger von Aach,d Sohn geweſen, ein in der Hiſtori,fen, ſondenſt⸗ dlachewatiſchen Wiſſenſchaffter erlich aber der Mahlerey trefflich ge,ahrhundertz der gegen dem Ende des XVI.Linen haderts gelebt, und lege ich ſelbige ausNiſſen 5 Ae habenden Original Grund-emein: en. n a 8als einen nglich ſchildert man die Arche Noaͤwiacklicht aſten der auf einem platten, rechtIn 180 Boden oder Grund ſtehet. 8W081 i rer Arche aber wie wir ſie Tab.rmercken itgetheilet, iſt noch ein ſo anders zuSchrift z und mit dem Buchſtaben derSie h 0 vereinbarn.lungen, 5 nehmlich vonnöthen gewiſſe Oef-duch nebſt vi Licht auf alle Boden zu bringen,Bniche Janfalligem andern Gebrauch die un-duchſtaben dite auszulaſſen doch wer nach dem6. nur ein er Teutſchen Bibeln, 1. B. Moſ. 6,enſter in die Arche machet, der bauet

e Von der bißanhero beliebtenbi nung Eig. B. gehen die Vorſtellungen der

Das Licht und Kaſten! Heer ein und zuruͤck zu führen.

nicht ſo faſt ein bequemes Wohnhauß fuͤr dasGeſchlechte Noaͤ, und alle bey ihm verwahrteGeſchoͤpffe, als vielmehr einen duncklen Ker-cker; Es leiden aber erwehnte Uberſetzungeneine vernuͤnfftige Erklaͤrung, vielleicht auch ei-ne Aenderung, wenn wir nach dem Verſtandund Art der Ebreiſchen Sprache durch dasWort Tohar nicht ſo wol ein Fenſter, alsvielmehr insgemein ein Licht/ ein helles Lichtin die Gedancken faſſen, womit uns erlaubetwird, ſo viel Fenſter zu ſetzen, als Zellen,Zimmer und Staͤlle geweſen; Dannenherodie Juͤdiſche Lehrer mit einem einigen Hand-breiken Fenſterlein nicht weit langen, noch we-niger mit ihrem Carfunckel⸗ Stein, der zwarnur an ein Ort geſetzet, aber mit ſeinem hel-len Schein, alle Zimmer beleuchtet habenſolle; Wo es nur um einen einigen Winterzu thun waͤre, ſo koͤnnten ſich zwar mit einemſinſtern Gebaͤude, oder wenigen Licht vergnuͤgendie Baͤren, Murmelthier, Schlangen, welchealsdenn ſchlaffen; ingleichen die Fleder⸗Maͤu-ſe und Nacht⸗Eulen, welche nur bey Nachtſehen; Aber Menſchen und andere Thiere

haͤtten es ohne Gefahr blind zu werden nicht

ausſtehen koͤnnen; Haͤtten en e ſeinauß Volck das Leben in einem finſtern Ge-aͤngnis muͤſſen zubringen? und koͤnnen Fur-tenbach, Buteo und andere mit einem einigenFenſter in Warheit nicht auskommen. Eher9 lieſſe