Band 
Erste Abtheilung.
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widef aufden koͤnnen, ohne eine Veſtung zu ſeyn oderdas J

I. Buch Moſis Cap. II. verſ. 4.

geweſen ſeyn ei 5yn eines ſolchen hochtrabenden Be-Een.Nimrod ſamt ſeinen oberſtenmuntats⸗ Rathen konnte aus dem bloſen Ver-mafft⸗Licht unſchwer ermeſſen, daß eine der-er ſſen zahlreiche Menge Volcks, dergleichen0 ewerckſtelligung ſeiner wichtigen Unter-nicht ungen noͤthig hatte in einer Geſellſchafftund zu erhalten, ohne eine Stadt zu habenauszumachen, daß auch dieſe ſich ſelbſten

r andere Benachbarte nicht würde ver-

r Seite zu haben; andere Voͤlcker unterVorroch zu bringen erfordere einen ſcheinbarnGebchand die Errichtung eines ſo praͤchtigen

erte des. Eine mit ſtarcken Mauren verſt-ick Stadt könnte alle auswärtige Feinde zu-ner alten; der Thurn wurde die Dienſte ei-Jau ntadelle thun, und die Buͤrger ſelbſten imden. alten. Ja die Stiffter mußten ſich ei-und Harmen machen/ einen Staats Rathbel zwarlament ausleſen, und die Stadt Ba-vielſer Reſidentz anlegen, damit ſie nichtwärdcht in die gantze Welt zerſtreuetStaats 4 inmitelſt die Lehren, Statuta undind ing ontegeln ihrer Vorfahren aufbehaltenabzun rchiv hinterlegen koͤnnten; dieſes iſtcher Imen aus der Straffe ſolcher Großſpre-ige ers. 6. 7. 9. Und der HEgg ſprach:Spra. Js iſt einerley Volck und einerleyangef e unter ihnen allen, und ſie habenten ſie nden dieſes zu thun. Und nur ſol-den nnicht hinterhalten werden(ſie wer-machecht ablaſſen) von allem daß ſie zulaſſet en fuͤrgenommen haben e Wolherwis bene berab ſteigen(wol auflaſſetSprac nieder fahren) und daſelbſt ihredern S e verwirren, daß keiner des an-trachtet rache verſtehe(vernehme.) Esichen nehmlich der Stiffter einer Monar-Wranf zunumſchraͤnckten Eigen⸗ Gewalt, einerVirg r. chen Regierung alle Natur⸗Volcker-in feinem zweifels ohne auch Goͤttliche Rechtebe ein He, Babel zuſamen zu vereinbarn damitim 0 7 uber alles in allem ware; da dochdes Wille heil des groſſen und allweiſen Got-quem und and Rath war, verſchiedene Kepubli-and wied Regierungen zu ſtifften, welche hinNrwirrer, zerſtreuet ſeyn ſolten, wozu diefiel hi der Sprachen das dienſamſteunde, deſſe, ſo ferne keiner den andern ver-den eige Ich in denen zerſchiedenen Meynun-

malaſſer denaleichung zu treffen wüßte.tangelt, eme hat es nun nicht an Leuten ge-aübten Begulche andere llrſachen eines ſo thö-1085 ihren imnens ausfuͤndig gemacht, die ich15 Josephs ebern zu behaupten anheim ſtel-Geb sa arrieides und nach ihme Glycas, Manaſ-vorſtudes ſe vermeinten die Abſicht dieſesſtehende ggeweſen, wider eine kuͤnftig⸗be-Leut oder r aſſer⸗Fluth etwann ein Flucht-nckmgſ er fate anzulegen; andere: Einallgemeinen Uberſchwemmung

Taz. LXIX. 85

zu ſtifften. Diodorus Siculus L. XXI. machtszu einem Obſeruatorio Aſtronomico, zu einemSchau⸗Thurn der Stern⸗Verſtaͤndigen: wiedenn nicht ohne, daß die Chaldeer, beſondersdie Babylonier von uralten Zeiten her Liebha-ber der Stern⸗Wiſſenſchafft geweſen; EinAbydenus, bey Cyrillo und Euſebio hat ſichſelbſten beredet, daß mehrbemeldete Thorenſich in der That vorgenommen, einen Thurnzu bauen, deſſen Spitze biß an den Him-mel reiche, gleichwie man von einem Ehine-ſiſchen Kayſer Hiaouo berichtet, daß er ſich un-terſtanden, einen Thurn zu bauen, der biß anden Mond ruͤhren ſollen, um alldorten ſeineliebſte Changoa zu umfangen; Mir leuchtetefaſt beſſer ein, wenn jemand aus Stadt undThurn eine gethuͤrnte, oder mit Thuͤrnenbefeſtigte Stadt machete, in welcher ein maͤch-tig hoher Thurn, ſtatt einer Citradelle mitteninne geſtanden, denn ſonſten bereits ausge-macht iſt, daß Babel mit einer groſſen AnzahlThuͤrnen umfangen geweſen, geſtalten die ei-nige Semiramis nach Diodori Zeugnis 250. der-ſelben erbauet hat. f

Gleichwie aber der Babyloniſche Thurn-Bau von Mahlern und Kupferſtechern auf un-gleiche Weiſe fuͤrgeſtellet wird: alſo legen auchdie Gelehrten unſern Text auf vielfaͤltige Wei-

ſe aus. Doch will ich weiter nicht anfuͤhren,

als was mit meinem Vorhaben einige Ver-wandtſchafft hat; Unwidertreiblich iſt das ei-ne ungereimte Meynung, welche nach dem ge-naueſten Laut und Nachdruck des Buchſtabensden Stern⸗Himmel verſtehet; Auch die al-lererſte Grund Saͤtze der MathematiſchenWiſſenſchafften ſtuͤrtzen ſolches Himmel hochſteigendes Gebaͤude ploͤtzlich zu Boden; Ge-ſetzt, daß die beruffene Himmel⸗Stuͤrmer mitdem thoͤrichten Hliaouo ihr Vornehmen nichtweiter als biß an den Mond erſtrecket, der inſeiner naͤchſten Anweſenheit wenigſtens 50. hal-be Erden⸗Durchmeſſer von uns abſtehet: ſowird dannoch ein jeder Vernuͤnftiger zeitlichwahrnehmen, daß ein ſolch Werck, wenn esauch nur einen kleinen Fuß gehabt, in eine un-formliche Groͤſſe gewachſen, und die Erdeſelbſten zu weit unter den Mond gedruckt, undaus ihrem Mittel⸗Punct gehoben worden waͤ-re. Zu geſchweigen daß 50. mal mehr Bau-Materialien und Zeuge noͤthig geweſen als diegantze Erde faſſen moͤgen. Die Staͤrcke dieſesGegen⸗Grundes hat Philo, der gelehrte Judein Lib. Moſ de confuſ. Lingg. zu ſeiner Zeitſchon begriffen; Es iſt nehmlich klar, daß dasGebaͤude immer groͤſſer breiter und dicker haͤt-te heraus kommen muͤſſen, je weiter es vonder Erden abſtunde, und je breiter das Funda-ment waͤre. So wol die ungeheure Ungeſtaltals Unmoͤglichkeit eines ſolchen Gebaͤudes ſtelletEig. I. in einem umgekehrten Kegel fuͤr Augen,Fig. 2. aber in einer Pyramide. Wolte je-

mand zur Hoͤhe nur einen halben Durchmeſſer2 und