Band 
Erste Abtheilung.
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Lirbigung und Eindruck faſſeten; Es ſoͤn-rte Jacob die Laͤmmer, und richtete dasade icht der Schaafen in der Heerde La-echt, gegen denen Geflecketen und Roth-die wen/ und machete ihm eigene Herdenthat er nicht zu der Heerde Labans.

Drittens war Jacob alſo klug, daß er ſeineSch. Stuͤcke nicht bey allen Labaniſchengesunden verſuchte, ſondern nur bey denende undeſten und ſtaͤrckeſten, damit die geringe-and schwächere ſeines Schwehers blieben;Jaan der Frühlings ⸗Lauff war, legeteNie 50 die Staͤbe in die Waſſerrinnen fuͤr

taugen der Heerde, daß ſie bey denlin aben empfiengen, aber in der Spaͤth-e Lauff leget er ſie nicht hinein. Alſodie Se die Spaͤthlinge des gabans, aberkoste euhlinge des Jacobs. Durch die zweyken Gäeege konnte Jacob die Heerde vermeh-herſelberch den letztern aber die Beschaffenheitlatteben verbeſſern; Gleicher geſtalten dasinter ae und Haupt⸗Vortheile eines Füͤrſtenchanesandern darinne beſtehen, daß die Unter-al einer andern benachbarten machtigernſſeaft abnehmen, und an Kuͤnſten undnach schafften, Zahl, Macht und Reichthum

geben muͤſſen. 3 8

.dale ſoll uns der Unterſcheid unſererre chen und Lateinischen Überſetzung nichtg en; wenn dieſe hat pecudes robu-

ſtaͤrckere, dieſe aber Fruͤhlingeraug, wie es auch die Chaldeiſche, Arabi-hiſche Illeichen Aquilæ und Symmachi Grie-les lberſetzungen genommen, denen die de-

e Ke ſchwachere entgegen ſtehen, welche

S Fdeutſche nach Aquila und Symmacho vonTeningen will verſtanden wiſſen. Diemagen Jung iſt auſſer Schwehrigkeit. Eswar nöd Schaafe in denen Morgenlaͤnderndus 55 dreymalwie Homerus Odyſſ. 4.doch odemaßker Dichter⸗Frepheit ſchreibet,mal 20 rdentlicher Weiſe zweymal; das erſtefühle men ſie nach Jüdiſchem Vorgeben im. deem g das ander mal im Herbſt, jenes ſol-IH. vorzuziehen ſeyn; womit aber Plin.frieden 47: und Columella I. VIII. 3. nichtlereung ſeyn wollen; Ob wir gleich zu Be-us danz der letztern uns auf glaubwuͤrdige-fen koͤnn Lebens wohl⸗kuͤndige Maͤnner be-falt, dag en nebſt deme die Vernunfft bey-bär und die Leiber durch die Kaͤlte dichter,healing Gärcker werden, weßhalben auch dieche Cached aafe gebundene heiſſen. Mei-fen auf deons aber haben unſere BollmetſcherA gesehen Unterſcheid der Fruͤhlings⸗Schaa-gang des Jon welchen die zu erſt und beyunters geworffene, fuͤr die Staͤr-m chäfferIn Sachſen, woſelbſt unzeh-Oſter f 100 ſich finden, haͤlt man die

n fallende Laͤmmer vor geringe, wei-

I. Buch Moſis Cap. 30. verſ. 37. 43. Tak. XCIV. II

13len ſie wegen beſtaͤndiger Muͤcken⸗Plage aufdenen Weyden nicht wohl gedeyhen und zuneh-men, deswegen ſie noch gemeiniglich an derMutter Milch abgeſchlachtet werden wer-den auch denen Fruͤhlingen nur auf halbenPreiß geſchaͤtzet, beſihe Redl. Schaͤffer p. I3.67. Jetztberuͤhrte ſchwierige Umſtaͤnde habenden gelehrten Bochart veranlaſſet der Lateini-ſchen Uberſetzung zu unterſchreiben; Es kanaber mit beygefuͤgter Erklaͤrung die TeutſcheBibel gar wohl gerettet werden, daß Jacobunzweifentlich die Fruͤhlinge, das iſt, die zuerſtgeworffene, ſonderlich Weiblichen Geſchlechtsvor denen ſpaͤtern erwehlet und lieber gezogenbeen/ nach Horatio L. IV. od. 4. allwo zueſen:

Fortes creantur fortibus& bonis.

Von guter Art und tapfern Namen 5Entſtammet gleich beſchaffner Saamen.

Sonſten ereignet ſich allhier die Haupt⸗Fra-ge, ob die Kunſt deren ſich Jacob zu Vermeh-rung ſeiner Heerde bedienet von ſich ſelbſt undnatuͤrlicher Weiſe dieſe Wuͤrckung gethan, oderunter die uͤbernatuͤrliche Wunder zu rechnen?die Griechiſche Vaͤter, nahmentlich Chryſoſt.Hom. 57. in Gen. Cyrillus Glaphyr. in Gen.L. V. p. 54. wollen daß allhier etwas vor-gegangen, das alle Natur Kraͤfften uͤberſtie-gen; dahingegen die Lateiniſche, HieronymusQuæſt. Hebr. Auguſtin. in Gen. Qu. 93. de Civ.DEI. L. XVIII. c. 5. Iſidorus Orig. L. XII. C.I. zu behaupten trachten, daß es zwar natuͤr-lich aber unter Goͤttlichen Seegen den Zweckerreichet, denen wir ebenfalls beypflich-ten..

Achte uͤbrigens unnoͤthig zu ſeyn dieſen Satzmit Beyſpielen zu unterſtuͤtzen, obwolen de-ren kein Mangel vorhanden, und man ſie ausden Geſchichten, Natur⸗ und Artzney⸗Wiſſen-ſchafft, zuſamt der von Miß⸗Geburthen undMutter⸗Maͤlern an Menſchen und Viehe be-waͤhrten Erfahrung häufig zur Stelle brin-gen koͤnnte; In dem X. Berſuch Breßlaui-ſcher Sammlungen gedencket der hochbe-ruͤhmte Autor Hr. P. Kanold einer Geiß oderSiege, welche an ſtatt der zwey vordern Fuͤſ-ſen Bären Tatzen gehabt, weilen die Mutterdurch Anſchauung einiger Baͤren erſchrocken;Vor einigen Jahren brachte man mir eine ander gantzen Haut Kohl⸗ſchwartze, und gleichſammit glaͤntzendem Firnis beſtrichene Taube;Wie dann auch Oppiamus, einer der alteſtenThier⸗Beſchreibern gelehret Cyneget. L. I. v.53. wie man Purpur⸗ farbe Tauben ziehenoͤnne/ ſo man ihnen Purpur⸗ farbe Kleidervorlege, oder im Tauben⸗Hauß aufhaͤnge:

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