einher gegangen,
208 Taz. CXLIV. 2. Buch Moſis Cap. 12. verſ. u.
Jemand verwundere ſich uͤberden Aufzug der Iſraeliten;Er zeiget ſich an Leuthen, wel-che durch ſandichte Wuͤſten,
und rauhe felſichte Wege naͤch-
ſtens eine weite und beſchwer-
liche Reyſe antretten ſollen.Vermuthlich ſind ſie in Egyptenland Barfußwelches ſie gethan zum theilals Sclaven Phargonis zum theil aus einerbey denen allermeiſten Morgenlaͤndiſchen Vol-ckern hergebrachten uralten Gewohnheit;Nach Lycophronis Zeugnis waren die Baleg-ren ſolche Barfuͤſſer.
20 2 J,AN i. d furgedegi vh Gov.
Ohne Kleider, ohne Schuh,Bringen ſie ihr Leben zu.
Desgleichen leſen wir bey dem Nenophon
Lib. de Lacedæmonum politia, daß Lycurgusdenen Lacedæmoniern nicht zu laſſen wollen,daß ihre Fuͤſſe durch Anlegung der Schuhenerweichet wuͤrden, ſondern ſolten vielmehraus Entbehrung derſelben hart gemachet wer-
den; bey denen Eretenſern giengen nicht nur
die Juͤnglinge Barfuß auf die Jagd, ſondernauch die Jungfrauen auf die Berge Blumenaufzuſuchen nach Oppiani Zeugnis L. I.& IV.Cyneget. und Callimachi Hymno in Cererem;die Königliche Princeſſin Antigone wanderteſelbſten Barfuß in der Wuͤſten herum bey So-phocle in Oedipo Colonæo; So finden wirauch unter denen Barfuͤſſern den Phocion, denberuͤhmten Redner Lycurgus und Cato beyPlutarcho, den Nero bey Suetonio c. 51. denCotta bey Martiali L. XII. Clemens Pædag.I. II. c. II. iſt in denen Gedancken, daß auſ-ſer denen Kriegs⸗Dienſten die Schuhe einemManne nicht wol anſtehen; Unter denen Ju-den ſind ohne Schuhe zu finden David/ 2.Sam. 15, 30. Jeſaias c 20%. Ezechiel24, v. 17. Berenice des Koͤnigs Agrippæ
Schweſter ſtellete ſich vor dem Land Pfle-ger kloro als eine Supplicantin und Fuͤrbitte-rin der Juden, Barfuß dar vermoͤge JoſepſiZeugnis Bell. Jud. L. II. c. 15. Hegeſippi L.II. c. 8. denn man muß einen vernünftigenUnterſchied machen zwiſchen denen Laͤndernund Lands⸗Arten. In unſern meiſten Europalſchen ſonder heitlich kaͤttern Gegenden uͤberlaͤßt man das Barfuß gehen denen ſo genandten Barfuͤſſern, welches hingegen inEgyptiſchen und andern Orientaliſchen Landen leicht und ertraͤglich war. So weißt ſe-dermann daß die unter gleichem parallelo undHimmels ⸗Gegend mit denen Egyptern lebende Africaner groͤſtentheils ohne Schuhe gehen;Vorjetzo aber bey vorfallenden neuen Umſtanden war die Beſchuhung oder Anlegung derSchuhen zu einer dermaſſen rauhen 40. fahregen Reyſe ohnentbehrlich; Hieher gehoͤret auchein Rath, welchen Theocritus dem Hirten
Batto gibt: 5
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Wann du, mein Battus, wilt auf rauhe8 Berge gehen,So muſt du dir zuvor um gute Schuhe ſehen/Denn dort wird Dorn⸗Geſtraͤuch und Sta“cel ⸗Kraut gefunden,Die deinen weichen Fuß zerritzen und ver-8 wunden.
Nebſt deme ſcheinet auch, daß unſere Iſras,liten das Oſter⸗Lamm ſtehend dee un!nicht im ſſtzen. Dieſen Begriff machte ſich Phibee n 0 5 Abelis& Caini, chenmahnung des Apoſtels allem Anſehenach gezielet, Eph. 155 15 So chenun umguͤrtet um eure Lenden mit Warheit Und an den Fuͤſſen geſchühet mitder Bereitſchafft(an Beinen geſtiefelt alsfertig zu treiben) des Evangeliums(.Evangelium) des Friedens.
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Wseecher ihr Chriſten aus Pharaons Landen
Schaffet das Reyß⸗Geräth eilends zu Handen/Faſſet die Warheit, verwahret den Fuß,Steurt euch aufs Worte mit Glauben und Buß,Chriſten, man rufft euch: Zieht eilend davon:Canaan zeiger Erquickung und Lohn.