Band 
Erste Abtheilung.
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218 Tan CXIIX. CI I. a. Buch Moſt Cap. 3. verſ. al. 22.

met, zu Nacht aber als von einer hellen Fackelbeſcheinet worden, daß ſie ihre Reyſen fortſe-tzen, und alle Geſchaͤffte ohngehindert verrich-Mir iſt kein gelehrter Mann bekandt, der ei-ne doppelte Saͤule aufgeſtellet hatte nehmlicheine Feuer⸗ und eine Wolcken⸗Saͤule. Eine

und dieſelbige war beydes eine Wolcken und

eine Feuer⸗Saͤule, bald war und hieß ſie die-ſe, bald jene; Unter Tagen eine Wolcke/zu Nacht ein Feuer. Denn die Wolckedes HERRN war bey Tage auf derSuͤtten/ und Nachts war Feuer darauf,vor den Augen des gantzen Hauſes Iſraelſo lange ſie reiſeten, 2. B. Moſ. 40 38.An dem Tage, als die Hutten aufgerich-

tet ward/ bedeckete die Wolcke die Woh;

nung gegen(auf) der Huͤtten der(des)Zeugnis: und von Abend biß an den Mor-gen war ob der Wohnung eine Geſtaltdes Feuers: alſo geſchahe es immerzu/daß die Wolcke ſie bedeckte/ aber zu Nachtwie eine Geſtalt des Feuers, 4. B. Moſ o/15. 16. Man koͤnnte dieſe Feuer⸗Wolcke fuͤg-lich einen Goͤttlichen Phosphorum nennen, ge-ſtalten es auch natuͤrliche oder durch Kunſt be-reitete Phosphoros gibt, welche unter Tagsweiß oder dunckel ſind, des Nachts aber leuch-ten; ein mit Wolcken eingefaßtes Feuer. Si-

he Buxtorff. Hiſt. Arc. Fœder. c. 12. Schind-

ler Lex. Pentagl. in gnamud(Dy) p. 1338.So ſahe dorten Ezechiel c. 1, 4. eine groſſeWolcke, und ein flammendes Feuer, wel-ches alle Dinge rings weiſe herum mitſeinem Glantz beleuchtete(eine groſſeWolcke voll Feuers, das allenthalbenumher glaͤntzet, und mitten in demſelbi-gen Feuer war es wie Licht helle.) Es iſtwahrſcheinlich daß dieſe Saͤule unter Tags nichtdunckel⸗ſchwartz ausgeſehen wie die Wolcken,welche vor einem ſchwehren Wetter hergehen,ſondern glaͤntzend, weiß, wie der Mond beyTage, ein Phosphorus, ein kleines Licht,das der Nacht vorſtehet,(regieret) 1. B.Moſ. 1, 16. Womit auch Galilæus a Galilæisdieſe Wolcken⸗ und Feuer⸗Saͤule verglichen.Syſtem. Cosm. Dial. I. p. 115. DergleichenAusſehen hatte die weiſſe Wolcke auf wel-cher einer ſaß gleich eines Menſchen Sohn,Offenb. 14, 14. So hatte eine heitere(lich-te) Wolcke(ARIS TUM und drey Juͤngeruͤberſchattet, Matth. 17, 7.Bey obſchwebenden ſchweren Ungewitternwerden die Wolcken gegen der Sonnen baldweiß oder Feuer roth, bald, und ſonderlich

auf der Gegenſeiten, dunckel, ſchwartz und

foͤrchterlich; Ein gleiches mochte bey unſererWunder ⸗Saͤulen warzunehmen ſeyn, als dieeine dunckel⸗ſchwartze Geſtalt gehabt, wannGOTT gegen ſeinem Volck eine erzuͤrnteMajeſtaͤt zeigen, und daſſelbe in Schrecken ſe-tzen wolte. So erhebte(erhub) ſich ein

Donnern und Blitzen/ und eine dicke Wol-cke auf dem Berge Sinai/ 2. B. Moſ. 19,

16. GOTT war im Dunckeln Cap. 20,21. und auf dem Berge Horeb ward Finſter-nis/ Wolcken und Dunckelheit, 5. B, Moſ.4/11. GOTTES Wohnung iſt imDunckeln, 1. Koͤn. 8, 12. 5Gleichwie die Wolcken⸗Saͤule nicht natur

lich war, nicht von ungewiſſer Stellung, nichtohne Ordnung hin und wider ſchweiffend undſchwebend, nicht, wie andere Wolcken ausWaſſer⸗Bläßlein beſtehend; alſo war auchdie Feuer⸗ Saule nicht natuͤrlich, ſondern einGoͤttliches Wunder. Nach dem Lauff derNatur haͤtte das Feuer die Waſſer⸗Theilgenvertrieben, oder dieſe haͤtten das Feur ausgeloͤſchet, oder beyde Theile haͤtten gleichfallsnach einem Zwey⸗ Kampf, per antiperiſtaſin,wie man in Schulen zu reden pflegte, ſich alltaͤglich in ſchwere Wetter entleichtert und aus,geleeret, die Waͤſſerige waͤren zu dichtenSchlag ⸗Regen, die feurige in Blitz und Don-ner verwandelt worden. Gleichwolen hattedieſe Feuer⸗ und Wolcken⸗Saͤule einige Aehn-lichkeit mit denen von Straalen beſchwaͤnger-ten Wolcken; denn zu weilen zeigte der ſo woerzuͤrnte als Gnädige GO T ſeine Gegenwart durch herfuͤr⸗ſchieſſende Straalen. DaAaron ſein hohes Prieſterliches Amt zum er;ſtenmal verrichtete und den Levitiſchen GOt-tes⸗Dienſt einweihete, kam das Feur vomHERR, und verzehrte das BrandOpfer und die Feißte(das Fett) auf demAltar, 3. B Mios. 9 24. Dieſes Straal⸗Feulaber ſchoß aus der Wolcken herfuͤr. Die Herrlichkeit desE RRrierſchien allem Voſck v.23. Ein Feur fuhr aus von dem SERRI 1und verzehrte den Nadab und Abihu, wel-che fremd Feur herbey gebracht, daß ſie ſtur-ben, vom Straal erſchlagen vor demS ERR. B. Moſ. 10, 2. Eben dieſes Straal⸗ Feuer fuhr aus von demHERR und verzehrete die 250. Manner von der aufruͤhriſchen Rotte Kore, Da,than, und Abiram, die das Kauch⸗Werckopferten, 4. B. Moſ. 16,35. Das gemeine Straal⸗ Feuer ſchonet beiers der Coͤrpern/ſo leichtlich zu entzuͤnden, da es hergegen an,dere zu Boden ſchmeißt, welche widerſtehenAlſo ſchonete auch hier dieſer Wunder ⸗Straader Lade des Bundes, der Huͤtten⸗Teppichen,des Brand⸗Opfers Altars, und anderer 0in⸗ als bey der Stiffts⸗Huͤtten amweſerdagSachen. Aus welchem allen zu erſehen, desdiß nicht ein gemahltes Feuer geweſen, welche,nur einiger maſſen die Geſtalt des Feuers gl.habt, wofür es Friedlieb ad 4. B. Moſ.g. C40ult. Quſt. 47. angeſehen. Geſer ad Pfal C 039. Bonfrere ad Exod. XIII. 21. wohin ft 5auch Buxtorff. Hiſt. Arc. Fœd. c. II. zu en-cken ſcheinet. 95In

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