230 Tak. CLVI. 2. Buch Moſis Cap. 5. verſ. 23. 24.25.
zuviele und ſcharffe fremde, oder frembd⸗arti-ge Theile von denen unſchmgckhafftigen undwaͤſſerigen abgeſondert⸗ aus denen Lochlein,worinnen ſie ſich ſchwimmend aufhalten, ge-trieben oder nidergeſtuͤrtzet werden. Wieſchwer es aber hiemit daher gehe, und wohlkaum zum Stande zu bringen, weißt man ſowohl aus der Vernunfft als Erfahrung darzu-thun. Jene die Vernunfft, weiſet eine ſehrgenaue und enge Verknuͤpffung, die mit einemGleichgewicht begleitet wird; dieſe, die Er-
fahrung hat ſchon lange daran gearbeitet, daß
ſie das Meer⸗Waſſer ſuͤß machen moͤchte, hataber zur Zeit noch nichts zum Stande brin-gen koͤnnen; die Chymiſten haben ſich ge-ſchmeichelt eine ſolche der Schiffahrt uͤber allemaſſen nuͤtzliche und hochſchaͤtzbare Sacheausfuͤndig zu machen, und zu dem Ende ihrendreyfachen Weg der Niederſtuͤrtzung, Præ-cipitation, der Durch Seihung, Fiſtration,und Heſilirung mit erwuͤnſchter Wuͤrckungangewendet. Waͤre der erſtere, wie er esgleichwol nicht iſt, bereits 1 5 und erfun-den, moͤchte er vielleicht allzu koſtbar ſeyn,maſſen er einen zimmlichen Vorrath eines nie-derſtuͤrtzenden Weſens vonnoͤthen haͤtte: Ge-het der zweyte ſchon durch viel Sand und Er-de, erreicht er dennoch den verhofften Zwecknicht. Den dritten zeiget uns die Natur ſelbſtin Zeugung des Regens, und der waͤre nochder beſte, wie er auch beſonders von einemFrantzoſen, Nahmens Gautier beliebet wor-den, woruͤber die Breßlauiſche Samm-lungen der Natur und Aedicin. Geſch.1718. M. Jun. p. 1245. nachzuleſen, wo ſichnicht wegen der Ialtrumenten und Machinennoch allzu viele Schwehrigkeiten ereigneten;unter dieſelben zehlen ſie auch die Kunſt dasFeuer zu regieren: die Sonderung und Schei-dung des fluͤchtigen Saltzes, welches uͤber denHelm herauf ſteiget. 8Dergleichen bittere Brunnen quellen hie undda herfar, beſonders in Arabien; und vondieſen bittern Waſſern, die Moſe auf Goͤtt-lichen Befehl ſuͤſſe gemacht hat Bellonius Obſ.L. II. c. 57. zwoͤlff Brunnen angetroffen, dieman annoch Moſis Brunnen heiſſet, ſie ent-ſpringen aus einem unfruchtbarn, ſandichtenSalpetriſchen Boden/ auf einer weiten Ebe-ne, je einer 50 biß 100. Schritt von dem an-dern; Alleſamt flieſſen an dem Fuß eines Huͤ-els aus der Erden herfuͤr, und zertheilenich bald in unterſchiedliche Baͤchlein, wie dielebendige Waſſer zu thun pflegen/ die ſichaber in Sand wieder verſchleiffen und verſen-cken; belobter Bellonius tranck nebſt ſeinenReyß⸗Gefehrten davon aus allzugroſſemDurſt und Hitze, und zwar mit Luſt und Ap-petit da hergegen della Valle und Monconysdieſe Moſis Brunnen in Arabiſch Ain de Mou-se kaum eine halbe Meile vom Ufer des ro-then Meers angetroffen, und einen unluſtigen,
Waſſern nicht durch natuͤrliche⸗ſonder
bittern, ſaltzichten Geſchmack darinn 1 1105
Das werden ohne allen Zweifel diesen iBrunnen ſeyn, deren 1 gedenckel U. 5c. 29. Ptolemæus duxit foſſam latitu 0 4dum centum, altitudine triginta, in long addinem XXXVII. Mil. PD. paſſuum usde 1gFontes amaros. Ultra deterruit Inundationsmetus, excelſiore tribus cubitis Rubro oncomperto, quam Terra AÆgypti. Akan egeam afferunt cauſam, ſed ne immiſſo tuscorrumperetur Aqua Nili, quæ ſola p.,præbet ſiti. Ptolemaͤus zog einen 7ben/ welcher hundert Fuß in die Landreyſſig in die Cieffe, 3,500. Schyſteredie Lalige hatte, und biß an die bunBrunnen ſich erſtreckte; Weiter getraſher-er ſich nicht, aus Beyſorge einer 110chwemmung, fortzufahren, wel Ellenbefunden, daß das rothe Meer 3. ſte-hoͤher als das Egyptiſche feſte Land ihhe: wiewohlen anderen ſolche Urſachnicht anſtehet, ſondern dieſe, damit ndurch allzu weite Hereinführung zy;Meers das Nil⸗Waſſer verderbet.de, ſo doch allein denen Eg pterchfgra-Crincken dienet. Waren dieſes die weh,Waſſer, deren Moſe an dieſer Stelle Cbtemnung thut ſo folget, daß nach ausgesehenWunder die alte Bitterkeit mit denenſeſich wieder vereiniget habe. binWie ich dann der gaͤntzlichen Meynung
daß das Holtz oder Baum, wovon wir genein mehrers zu reden haben werden/ 0 gantz
f iakeituͤbernatuͤrliche Goͤttliche Krafft die e ügmitgetheilet; Ob ich wohl zu gleiche ggnicht in Abrede bin, daß dieſe wun Stabs/Wuͤrckung durch bloſſe Ausreckuug des S. iſt/oder durch eine andere Beruͤhrung, dg OZ-eigentlicher zu reden, durch den Willen 55.DES ohne dieſes Holz, oder ein and den,tel haͤtte koͤnnen ins Wer geſetzet wänerseben alſo, wie die Waſſer des rokhen theilenohne dazukommenden Wind ſich haͤten Wohneönnen; GO wuͤrde den Naam eg gadie Waſſer des Jordans von ſeinen nen mitgeheilet: Chriſtus den Blinden ohne ſel emachtErden vermiſchten Speichel ſehend ben daßhaben; Und gehet ſchwehr her zu 925 es insdurch bloſſe Einwerffung des Ho 100 eMaſſer oder Berühr⸗ und Bagaſer ſſſWaſſers mit dem Holtz, bittere 7gemacht werden konnen ja ſo viel alelich genug geweſen eine Armee oon zeunnenMann zu traͤncken; So lange dier vonſeeinen Zugang vom Meer gehabt, durch wel,nen unterir:diſchen Saltz⸗Adern dig Bitter“che ſie gefloſſen, haben ſie nothwendon?keit angenommen und behalten. nalten undEs befinden ſich zwar unter derScchrift ge-und neuern Auslegern der Heil Sacr. C. 15.lehrte Manner, Valleſius Philo de