254 TAB. CLXVI. 2. Buch Moſis Cap. 19. verſ. 4.
Iweykoͤpfichten/ Bicipiti P. und dem innern GOT den Sieg auf Iſraelitiſche Seite zu-Arm⸗Mauslein, Brachiali interno E. und ſo ruͤck bringen mußte, mithin wurden ſeinedann laufft das Gebluͤt bey gewaltſamer Druͤ. Saͤnde immer ſchwerer denn der Glaubeckung der Adern etwas langſamer; wenn nun bleibet doch bey ſchwachen Menſchen, und ma-Moſe ſeine muͤde Arme und den Stab in et⸗ chet ſie zu keinen unempfindlichen Engeln;was ſincken ließ, daß er ein wenig ruhen wol⸗ Aaron und Hur finden ſich demnach genoͤthi
te, in Meynung, es wuͤrde die Noth ſo großnicht mehr ſeyn; wendete ſich doch das Blatbald wieder, daß er mit neuem Aufheben von
get Moſis Haͤnde zu unterſtüͤtzen, ja mit
Steinen zu unterbauen.
Schau Israel die Krafft und Ruhm ſind nicht dein eigen/Sey nicht ſtoltz, Amaleck iſt gleich ſo ſtarck als du:Die Bett⸗Hand ſolle dir des Sieges Urſprung zeigen/Sie ſinckt/ du ligſt: Sie ſteigt/ ſo rufft der HERR: Gluͤck zu.Das aͤuſſerliche nicht⸗ das innre muß gewinnen
f Wenn mit der Hand die Seel zum Schutz⸗ G OCC dringt hinan;Und wenn die Better⸗Krafft will ſincken und zerrinnen/So nimm getreuen Rath, Troſt, Huͤlff und Beyſtand an.
TAB. CI xVI
„eme
Ihr habt geſehen, was ich den Egyp-
tern gethan habe und wie ich euchauf Adlers Flügeln getragen, undeuch zu mir gebracht habe.
Ihr habt geſehen, was ich den Egyp-
tern gethan habe, und wie ich euchgetragen habe auf Adlers Fluͤgeln,und hab euch zu mir bracht.
Derr Adler deckt/ und traͤgt die Jungen auf dem Ruͤcken
Die Liebe macht ihn ſtarck, die Treue reicht ihm Krafft:
Die Adler⸗Liebe laͤßt der Höͤchſte an ſich blicken, 5Beym Ausflug ⸗ Iſraels und deſſen Wanderſchafft 277
Der Gnaden ⸗Fluͤgel deckt, bald traͤget er die Jugend,
i Bald lehrt er klug zu ſeyn/ bald weißt Er Himmel anBald fuͤhrt ers ihme nach auf Pfaden ſeiner TugendSo hat der Vaͤter⸗G OLT mehr als genug gethan.
der fuͤrnehmſte Raub⸗Vogewird genennet auf Ebreiſch Ne.ſcher, Arabiſch Nesr, von na-ſara, etwas mit dem Schnabelreißen, oder von dem Chaldei-N ſchen neſar, fallen, weilen er,wann er zu hoch fliegt, tieff hinunter geſtuͤr-
et wird, oder von Schur ſehen, wegen ſcharf-
en Geſichts. In des Meninsky Lexico fin-det ſich unter denen Orientaliſchen Namen desAdlers kein einiger, welcher mit Neſcher eineVerwandſchafft hatte; das Griechiſche Adler-Wort elerie, cler ſcheinet von dem Ebreiſchenvy ait, gnait, abzuſtammen, welches uͤber-haupt einen Raub⸗Vogel andeuteet.
J Er Adler, aller Vögel König,8 die wir jetzo zu unterſuchen haben, ſoll der-
Die Liebe des Adlers gegen ſeine Jungen,
maſſen groß ſeyn, daß er ſie dem Vorgebennach nicht allein mit dem Schnabel und in denKlauen traͤget, ſondern auch auf die Fluͤgel oderSchultern laͤdet. Bey Plutarcho de ciuiliInſtitutione liſet man daß Æſopus regulus-Alrα%ον˖ Hαονẽn“ auf Adlers Schultern getra-gen worden. Klianus Hiſt. L. XII. c. 21. willuns bereden, daß Tilgam ein BabyloniſcherKnabe, indem er voͤn einer hohen Schloß-Maur herunter fiele, von einem unter ihmevorbey fliegenden Adler aufgefangen worden,der ihn ſo fort auf ſeinem Ruͤcken an ſichernOrt und Stelle getragen. Dem aAriſtomemſoll Vermoͤge Pauſaniæ Berichts ein 71 5
0 wider-