268 Ta. CIXXI. 2. Buch Moſis Cap. 24. ver. 10.
Dennoch muß Iſrael diß Ungeziefer dienenWenn es vor GOTTES Heer in Feindes Lande ſtreifft:Auf Goͤttlichen Geheiß iſt es darum erſchienenDamit das alte Volck aus ſeinen Graͤntzen ſchweifft.Wenn GO will/ kommt und hilfft die Horniß ſelbſt darzu/Wenn GO reibt, ſtoͤrt und jagt die Weſpe aus der Ruh.
TAB CLxxI
2. Blich Moſis Cap. 24 verſ. 10.
Und ſahen den GOTT Iſraels: Und
es war unter ſeinen Fuͤſſen wie ein
ſteinern Sapphir⸗Werck, und wiedie Geſtalt des Himmels, wenn erhell iſt.
Und ſahen den GOTT Iſrael. Unterſeinen Fuͤſſen war es wie ein ſchoͤ-ner Saphir, und wie die Geſtalt desHimmels, wenn es lar iſt.
Dem ſchoͤnen Himmel GOTT ligt Himmel⸗ Farb zu Fuͤſſen/D Saphirner Schemel muß die n ſeyn/ iSo wird man ungeſaͤumt ſich unterwerffen muͤſſen/ iWeil das was unter ihm iſt Himmel/ klar und rein.Vernunfft verhuͤlle dich mit deinen finſtern AugenDie nur von Erden ſind/ ein Himmel blauer ZugSoll ohne deinen Blick vor GOCC ES Kammer taugen,Bekuͤſſe dieſen Banck, und denck: es iſt genug.
— Tae iſt einer von denen Edel-geſteinen, welche ſehr ſelten in
H. Schrifft vorkommen, Na-
men und Bedeutung unveraͤn-
dert behalten. Deſſen zu ei-
nem Beweißthum dienet unſer
vorhabender Text, welcher nebſt
Ausdruͤckung des Namens zugleich auch eineumſtaͤndliche Beſchreibung desjenigen Steinsertheilet, der ausſiehet wie die Geſtalt desHimmels, wenn er hell(klar) iſt. Ein ſolchAn und Auſſehen hatte das Wunder ⸗ſchoͤneSapphir⸗Werck welches Moſe, Aaron, Na-dab, Abihu, ſamt denen 70. Elteſten zu ſe-hen die Ehre hatte; Man koͤnnte zwar dieſeWorte verſtehen von einer Klarheit oderDurchſichtigkeit, welche allen Edelgeſteinengemein iſt; allein man verbindet ſolche vieleigentlicher mit der blauen Farbe beſonders/weilen der Lufft⸗Himmel zugleich pfleget blauzu ſeyn, wenn er ſich aufgeklaͤret hat, weſſent-halben man dieſe blaue Farbe zu einem natuͤr-lichen Henn⸗ und Merckzeichen des blauenHimmels zu machen hat. Auſſer dieſer Ge-ſchichte iſt dieſer Stein im Bruſt⸗Blatt Aa-rons der Ordnung nach der fuͤnffte, deſſenweitere Meldung geſchiehet, 2. B. Moſ. 28,
18. 30, II. Hohel. 5 14. Job. 28, 5. 16. Jeſ.54, 11. Klagl. 4,7. Czech. 1,26. 28/13. Eingelehrter Jeſuite ſpricht: Gleichwie der Saphirvon Himel blauer Farhe iſt, und die Glieder beyihrer Geſundheit erhaͤlt; alſo bewaͤhret einenMenſchen ſein Verſuchungs⸗Kampff, daß erHimmliſch wird, die Glieder der Seelen er-haͤlt, und zu GOTT hinauf gehoben wird;berichtet auch, was maſſen Oleaſter von denenEbreern erzehle, daß ſie vorgeben, GOTTware darum mit einem ſolchen Sapphir⸗Werckerſchienen, damit Iſrael glaubte, ihre Ziegel,welche ſie mit Orang nnd Zwang in Egyptenverfertigen muͤſſen, haͤtten ſich in Sapphir-Steine verwandelt; welches man in der Thatvon allen Ereutz Steinen und Ziegeln irꝛdiſcherTruͤbſaalen ſagen koͤnnte, wie LauredanusVencæus angemercket. 1Der Sapphir⸗ Stein hat ſeinen uraltenNamen in denen meiſten⸗ ſo auswaͤrtigen alsEuropaͤiſchen Sprachen beybehalten DerSyrer ſetzet Saphila, durch Veraͤnderung desBuchſtaben r in l. Jonathan Saphirunin; demHieroſolymitaniſchen Targum und Rabbothbeliebte dampurina und Sanperinum; im Grie-chiſchen lautet er Len deges, Talus, Zalupuhog,Zebvgos, in du Fresne Gloſs. Græc. Sapfiras inPandect.