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278 Tak. CLXXVI. 2. Buch Moſis Cap. 25. verſ. 1-7.
Nu dann du armer Purpur⸗Wurm,Du tilgſt Blut rothe Suͤnden-Dich kan ich in dem Schroͤcken⸗ Sturm 2Der GOL CES Bache finden.Dein Tod gibt ſolchen Purpur⸗Safft/Der mich durch hohen Werth und Krafft,Kan aller Schand entbinden.Du biſt mein allerſchoͤnſtes Kleid/N Mein Sierrath mein Geſchmeide,Du ſchmuͤckſt mich mit Gerechtigkeit/Maehr als mit Purpur ⸗Seide/Ach gib daß ich den Purpur⸗Pracht/Damit die Welt ſich herꝛlich macht/
Als Eitelkeiten meide.
VVV
SCheſeh ſucht man hie und da: der findets an den Baͤumen/Baumwolle und Cattun laͤßt er ſich ſcheinbar traͤumen:Ein andrer denckt: Er triffts in einer Muſchel an/Woraus er guͤlden Vließ und Seide bringen kan.Sonſt mag es Leinwad ſeyn: wilt du die Gattung wiſſen/So wirſt du lange noch die Faden zehlen muͤſſen.
Wey der Erklarung des Worts. SCHESCH haben wir des Na-tur ⸗Lichts abermalen unentbehr-
lich noͤthig; unſere LateiniſcheDolmetſchung hat es Byllum.gleichwie die Teutſche weiſſe. Leinwat(weiſſe Seiden)uͤberſetzet, weilen nehmlich die alten aus demByſſo, das iſt nach Philoſtrati Zeugnis, ausder Wolle eines Indianiſchen Baums, gewiſ-ſe Gattung von Leinwad verfertiget haben.Auf ſolchen Sinn zielet auch strabonis Auſſa-ge I. XV. Wenn er die Seide, Sericum,fuͤr eine Baum⸗Frucht haͤlt: Tara& rd Tg.eue En reo rollen Savon Gοe Clericusunterſchreibet ſich auch bey der Leinwad Comm.in h. l. ſich auf Herodotum beruffend, der I.II. c. 37. uns berichtet, daß die Prieſter lei-nene⸗ allzeit friſch gewaſchene Kleider getra-gen, und darum Linigeri genennet worden,deme Hiller Hieroph. P. II. p. 141. beypflich-
tet; die weiſſe Farbe gefaͤllet Zuxtorffio Lex.
Hebr. voce d, Lexic. Talmud. in Va Schind-ler Lexic. Pentagl. in v N. Pancirollusaber zehlet dieſe aus dem Byllo gemachte Lein-wad unter die verlohrne Dinge, de reb. de-perditis p. 25. Ja wenn wir die Sache ge-nau einſehen, ſo ware jene Holtz⸗Wolle, LinumXylinum(denn ſo haben ſunius und Tremel-lius das Scheſch ausgedruͤcket) oder weiſſẽSeiden, nach Lutheri Verdeutſchung, an-ders nichts als Baum Wolle, Baum⸗Wol-len Zeug/ Goſſypium. Dieſer Meynung ſte-cket Plinſus ein Licht auf L. XIX. c. I. Supe-rior pars Agypti in Arabiam vergens gignitfruticem, quem aliqui Goſſypion vocant, plu-res Xylon,& ideo Lina inde facta xylina. Par-
uus eſt ſimilemque barbatæ nucis defert fru-ctum, cujus ex N bombyce lanugo ne-tur. Nec ulla ſunt eis candore mollitiauepræferenda. Veſtes inde Sacerdotibus Ægy-pti gratiſſimæ. Ich lieſſe mir die Baum-
Wolle nicht mißfallen, wenn ich nur verſi-
chert waͤre, daß vorhabendes Scheſch in demPflantzen⸗Reich aufgeſucht werden muͤßte,dergleichen Gedancken heget auch Bontrere adExod. XXV. 4. Koͤnnte dieſer Vortrag dieOberhand behaupten ſo mußte unſere Teut-ſche Bibel Baum Wolle, weiſſe Baum-Wolle an die Stelle der weiſſen Leinwadſetzen. Dieſes Gewaͤchſe nennen die EgypterGottne Iſſegiar, oder Cotnem ſegiar, welchesAlpinus Plant. Kgypt. p. 69. alſo beſchreibet,daß es 10. Ellen hochwachſe, ein hartes Holtzhabe ſamt einer Wolle, woraus in Arabiender ſchoͤne zarte Zeug zubereitet werde, den ſieSeſſa zu nennen pflegen; von dem obgeſetztenEgyptiſchen Namen kommt vermuthlich dasFrantzoͤſiſche Wort Cotton, welches bey an-
dern Europaͤiſchen Voͤlckern Cattun ausgeſpro-
chen wird, das Baumwollen Gewaͤchs ſieheFig. I. Und weilen das Ebreiſche Wort Scheſchſonſten die ſechste Zahl in dieſer Sprache an-deutet, ſo haben einige etwas geſechſtes hierinn
eſuchet, entweder daß man ſie ſechsfach oderechsdraͤtig gewebet, oder weilen man ſie wolſechsmal gefaͤrbet habe; die es mit mehrbe-meldter Leinen oder köſtlicher Linnen haltenmeynen kuͤrtzlich, daß es entweder die in Egy-pten Land gewachſene, oder bey denen India-nern gezeugte, oder bey der Stadt klide inGriechenland zur Ausarbeitung dieſer Leinwadangebaute Pflantze geweſen ſeye.
Auf
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