Band 
Zweyte Abtheilung.
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Tan. CCVI. 2. Buch Moſis Cap. 20. verſ. 40.

Hen wolt unſer GCC Gehorſams⸗ Probe nehmen,Ein ehrerbietig Hertz/ von Geitz und Tuͤcken loß,Solt ſich zum Opfer ⸗Dienſt mit Gaben ſo bequemen,Daß nur das Fetteſte im heil' gen Feur zerfloß.Bringt Menſchen! den Ausbund von eurem Vermoͤgen/a Und laſſet es legen 5Zum Dienſte des HErm zum ſuͤſſen GeruchN So weichet der Fluch:Verbrennet die Luͤſte, die Geilheit/ die Gallen/So wird GO das innre und aͤuſſre gefallen.

az. CCI 12. Blich Moſis Cap. 29. verſ. 40.

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und 2 einem Lamm einen zehenden Theil Und zu einem Lamm ein Zehenden Senemmelmehl gemenget, mit einem melmehls gemenget mit einem VielViertheil von einem Hin geſtoſſenen tel von einem Hin geſtoſſenen Oels/Oels, und einen Viertheil von einem und ein Viertel vom Hin WeinsHin Weins zum Tranck⸗Opfer. zum Tranck⸗Opfer.

Goo fordert alle Tag ein Menſchen⸗Tranck und Eſſen/Er will auf Menſchen⸗ Art von uns bedienet ſeyn.Im Epha wird das Meel zum zehnden Theil gemeſſen,Ein viertel Theil vom Sin iſt Sein von Oel und Wein.

Etzo wird des Hin gedacht, wel-ches ein bey fluͤſſigen Sachengebrauchtes holes Maß war,wie groß aber dieſes Maß ge-weſen, oder wie viel es eigent-lich gefaſſet habe, iſt in Heil.Schrifft nirgendswo deutlich zufinden. Joſephus gibt inzwiſchen ſattſamesLicht L. III. Antiq. c. 9. daß es nemlich 2. Con-jos Atticos gehalten, welche 12. Sextariosausmachen. Kurtz und deutlich: Ein Hin warz. eines Baths. Nach gemachter Rechnung er-gibet ſich bey Eiſenſchmid Pond.& Menſ p. 8.170. daß es ſich auf 337. Cubiſche oll Pari-ſer⸗Maſſes ausmache, welche auf unſere zuZuͤrich gemein⸗uͤbliche Wein⸗Maß nach mei-ner Berechnung geben 2. Maß und.. 1Maß Land⸗Mäß, oder 2. Maß z. Maß undJ. Stotzen Stadt Maͤß. Wenn nun zu demalltaͤglichen Brand⸗Opfer, oder Morgen undAbend ⸗Opfer k. von 1 geſtoſſenen Oels ge-nommen werden muͤſſen, ſo bringt ſolches.Maß, 18. Stotzen Land Maͤß, oder i. Maund. Stotzen Stadt⸗Maͤßes, auch eben ſoviel Weins zum Tranck⸗Opffer.

Unter das Speiß⸗ Opfer mußte ein zehen-der Theil Semmelmehl gemenget werden,Iſcharon, das will ſagen 1s. Eines Epha, dasſonſten auch Homer oder GComor genennet wird.Das Ebreiſche Grund ⸗Wort heiſſet allein de-cima, decimatio, der zehende Theil. JoſephusL. III. c. 7. VIII. c. 2. behaͤlt das Ebreiſche Ila-

aus bißherigen Berechnungen richtig, wel

rion, und legt ihme einen Griechiſchen Mantel an, Kc. Wie nun bereits oben beyBehandlung der Geſchichten von dem Mann;ein Homer auf 14858. Zuͤricher⸗Maͤßlein redu-cirt und verglichen worden, ſo iſt das quant

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zu denen Opfern wie an Mehl, alſo auchBrod und Wein genommen worden. Nurge ich noch hinzu, daß in unſerer Teutſchen

bel an dieſer Stell der zehende Theil ein 48 Semmelmehl, an ſtatt, der zehendeTheil Semmelmehl haͤtte ausgeſetzet werdekoͤnnen, wie ſolches wuͤrcklich alſo geſchehenB. Moſ. 15. 4. denn ſonſten der Text in 4 Nwas dunckel heraus kommt; die Juden kon!es ohnſchwehr verſtehen, weil dieſe idea vage, 0und gemeine Red⸗Art bekandt genug war gter der idea oder Begriff eines zehenden Thanvon einem Epha, gleich deme uns Teutſch,bey Ausſprechung eines Orths leichtlich.Gulden beyfällt, ingleichem wenn man liein Viertel, 4. Muͤtk; Sprechen unſere,

5 ren ein Halbe, ein Halbs, ſo ſie rrincken ge

len, ſo weißt jederman, daß ſie eineMaß Wein im Sinne haben. welDie Coͤrperliche Vorſtellung des Jin/ zuche in hieher gehoͤrender Kupfer. latterſehen, gruͤndet ſich auf Mathematiſche 10nung, welche zu einem Hin uͤberlaͤſſet 3270Pariſer⸗Linien, und vor. Hin 145587 2lich vor eine Seite des Wuͤrffels, dortZoll, hier J. Zoll 42. Linien. Sold