2. Buch Moſis Cap. 30. verſ. 34.35. Tak. CCXIV. 341
ler ihr euch nicht machen. Wer ain ſol-es machen wird, daß er damit roͤuche-
0 der wird von ſeinem Volck ausgereu-90 werden.(Und ſolts zu Pulver ſtoß
1 und ſolt deſſelben thun fur das Zeugnen under Hütten des Stiffts, von dan-das) dir zeugen werde, das ſoll euchNes Allerheiligſte ſeyn. Und deßgleichenſondchwerck ſolt ihr euch nicht machen,05 ern es ſoll dir heilig ſeyn dem HErꝛn.
er ein ſolches machen wird, daß er da-den vauchere, der wird ansgerottet wer-
n von ſeinem Volck.) v. 36. 37. 38.Specs te I. zu dieſem Raͤuchwerck verordnete1 hecerey iſt Nataph, welches eigentlich gut-N bedeutet, einen Tropfen, oder etwas/ſte ſheraus treuffelt, dermaſſen als der koͤſtlich-Kheretzichte Safft aus dem Balſam⸗Gewach-Judefür troͤpfelt; und demnach verſtehen dieÜben, mit denenſelben aber die allermeiſteſhen oder den Balſam, benanntlich den Juͤdi-m a0 oder Orientaliſchen, der einen uͤber alle5 Vun ſuͤſſen, lieblichen Geruch hat; Plin.chet ll. e. 28. ziehet ihn allen andern für, ma-un von deſſen Vortrefflichkeit groß Ruͤhmens;Juda kühnet ſich darzuthun, daß er allein imdaſelbaßen Lande, und zwar allein in zweyſe elbſt angelegten Königlichen Gaͤrten wach-ſch demlich zu Engeddi und Jericho, welches0 auf Joſephi Zeugniß ſteuret, Ant. L. IX.prese IV. g. 7. XV. c. 5. Omnibus odoribuseon fertur balſamum, uni Terrarum Judæætig ellum, quondam in duobus tantum hor-utroque Regio, altero Jugerum XX. non
apf
rech uss altero pauciorum. Allen wohl-
chenden Gewaͤchſen iſt die Balſam-das Ude vorzuziehen, welche zu habenden Jůdiſche Land allein gluͤcklich wor-ten und zwar vormahls nur in 2. Gaͤr-dere e beyde dem Roͤnige angehoͤrten,der einer nicht mehr als 20. Jauchart/Allaandere noch weniger in ſich begriffen.er ſole hiemit ſchießt Plinius einen Fehler, wennAusf es Gewaͤchſe dem Juͤdiſchen Land mitöme dluß aller andern eignen will; es wirdPaul hwer fallen, Dioſcoridem, Strabonem,be quctam⸗ zu widerlegen, welche uns daſſel-es iſt zun Egypten und Arabien zeigen; Jaglackſ um Gegentheil ſehr glaublich, daß einder Peliges Arabien das eigentliche Vaterlandvon daalſam Staude, und dieſe alsdann erſtſetzet 5 ins Juͤdiſche Land uͤberbracht und ver-E yinerden ſeye, wie dann ſoſeppus ſelbſtenGewgch e 2. ſchreihet, daß die Juden dieſeshaben chſe der Königin aus Saba zu danckendern ko velche zu Salomonis Zeiten unter meh-Jädichl tarn Geſchencken aich dieſes in dasſte Na e Land uͤberbracht habe; Wer die be-loninachricht hievon haben will, beliebe Bel.welcher und Alpinum zu Huͤlffe zu nehmen,ben; darein gantzes Buͤchlein davon geſchrie-gus wir ſo wohl die Beſchreibung als
die Figur entlehnen; Es waͤchſet dieſes Baͤum-lein etwan ſo hoch als eine Kerngerte, Elhanne, Liguſtrum, hat wenige Blaͤtter, beynahe in Geſtalt einer Rauten, weiß gruͤneFarbe, die auch allezeit gruͤn oder friſch blei-ben; das Holtz iſt gummos und klebricht, vonauſſen rothlecht, die Aeſtlein lange, gerade,duͤnne, mit wenigen Blaͤttlein beſetzet, derengemeiniglich 3. 5. biß 7. auf einem Stiel wach-ſen; an dieſen wohl⸗ riechenden Aeſtlein klebetein hartzichter Safft. Die Blumen ſind klein,weiß, denen Schlehen⸗Vlumen faſt gleich, jedrey beyſammen und wohl⸗ riechend; die Saa-men gelb, in roth⸗ſchwartzen Gefaͤſſen ver-ſchloſſen, die nicht weniger einen vortrefflichenGeruch haben, mit einem Honig⸗ gelben Safftangefuͤllet, einen bitter⸗ſcharffen BalſamiſchenGeſchmack, an Groͤſſe und Geſtalt dem Terpen-tin⸗Baum faſt ahnlich, am Ende ſtachlicht:der Balſam ſelbſten iſt anfaͤnglich weiß, her-nach gruͤnlecht, Gold ⸗ gelb, und endlich Ho-nig⸗farb; das dickere Weſen iſt truͤbe, wieein friſch⸗gusgepreßtes Baum⸗Oehl, laͤutertſich hernach, und wird klar wie ein Terpentin,von trefflich ſcharffem Geruch, bittern, ſcharf-fen, zuſammen ziehenden Geſchmack. NachDappers Bericht Afric. p. 83. fuͤhren die vonihrer Meccaniſchen Wallfahrt zuruͤck⸗reiſende
Tuͤrcken annoch Balſam⸗Stauden in Egypten,
um ſie daſelbſten zu pflantzen und anzubauen.Der Balſam ſelbſten, Opobalſamum, wo-von Lobelius, Veslingius, Volkamer, gantzeBuͤcher geſchrieben, iſt ein koͤſtlicher Safft/der im Brach⸗Heu⸗ und Augſt⸗Monat auseingeſchnittener und aufgeritzter Rinde vonſelbſten hervor flieſſet, in angehaͤngten Flaͤſch-lein aufgefangen, und von Janitſcharen be-wachet wird, wie in Fig. A. zu erſehen; der-maſſen koſtbar, daß auch die Tuͤrckiſche Kay-ſer frembde Herren und deren Ambaſſadeurgdamit beſchencken, Busbeg. Send Schrei-ben p. 629. Man pflegt ihn mit dem Cypri-ſchen Terpentin zu verfaͤlſchen, oder auch mitdem Safft, welcher aus dem Saamen undAeſtlein der Balſam⸗ Staude gepreſſet wird;Auſſer dieſem ſtelle ich die Anmerckung, daßdie Ausleger Heiliger Schrifft das Wort Na-taph gar ungleich geben. Hiller. Hierophyt.P. I. p. 422. in der Nachfolge der LXX. Paghi-ni, junii und Tremellii machten stacten dar-aus, die ſelbſt⸗flieſſende oder edelſte Myriꝛhen,und bedienet ſich dazu dieſes, wiewohl meinesErachtens ſehr ſchwachen Grundes wider denBalſam, daß die zum heiligen Raͤuchwerck be-ſtimmte Specereyen haͤtten denen Juden frem-de ſeyn muͤſſen, damit eine Lehre zu geben,was maſſen alle dasjenige, was in⸗ oder aus
uns iſt, mit GO nicht verſoͤhnen koͤnnte,
oder vor ihme wohl⸗gefaͤllig machen, ſondern
wir muͤßten durch frembde uns zugerechnete
Gnade Gott angenehme werden. DieWichtigkeit und Guͤltigkeit dieſes Beweiß-Ssoss Grun-
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