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566 Tak. CCCIX. 4. Buch Moſis Cap. 17. verſ. 7. S.
und ein Stecken oder Stabe mit einerley Wortvo Schæbheth benennet worden, wiewol hier
on Matthæ ſtehet, ob nemlich die Urſacheſolcher verbluͤmten Benennung aus natuͤrli-
chen Aehnlichkeiten herruͤhre, wie ein Reiß oderStecken aus Wurtzel und Haupt Stamm her-ſprieſſet, alſo ein Stamm von ſeinem erſtenStamm ⸗Vatter, oder aber weilen Scepterund Regiment bey einem gantzen Stamm ge-
meinſchaͤfftlich, Uberlaſſungs⸗weiſe bey dem
älteſten oder erwaͤhlten Vorſteher deſſelben ge-MeerDeme ſeye wie ihm wolle, ſo war keinesFuͤrſten oder Ober⸗Prieſters ſein Scepter je-malen ſo ſichtbarlich durch Wunder eingewei-het als des Aarons, geſtalten dieſes Wunder,wovon wir jetzo handeln, ſich nicht von unge-faͤhr zugetragen, noch weniger aus natuͤrlichenUrſachen entſtammet ſondern es mußte ſichnach einem beſondern Befehl, Verheiſſung undVorſagung GOTTES alſo ſchicken, ſotha-nen Befehl leſen wir v. I. 2. 3. 4. Der HERRredete mit Moſe und Aaron/ und ſprach:Sag den Kindern Iſraels, und nimmvon ihnen zwoͤlff Stecken, von jedemHauptmann(Fuͤrſten) uͤber ſeines Vaters
Sauß einen, und ſchreib eines jeden Na-men auf ſeinen
inen Stecken— und lege ſiein die Huͤtte der Verſammlung(desStiffts) vor die deugnus(dem Zeugniß.)
Die Vorherverkuͤndung oder Verheiſſung ſtehet
v. q. welchen ich erwaͤhlen wird(werde)
deß Stecken wird gruͤnen.
Dieſes Wunder heller zu beleuchten, dienetder Zeit Umſtand, der Stab Aarons lag nichtetliche Wochen oder Monat, ſondern kaum ei-nen gantzen aus 24. Stunden beſtehenden Tag;Am Morgen, als Moſe in die Hutten desFeugnis gieng, ſihe/ da gruͤnete der Ste-cken Aarons), der geſtern noch duͤrre und er-ſtorben geweſen, iſt heute grun und ſafftig,deßhalben er auch mit derjenigen Geſchichte inkeine Vergleichung kan gezogen werden, wel-che wir bey Caſſiano antreffen I. IV. Inſtit.c. 24.nemlich von dem Stab eines Orientaliſchen
Abbts, der nach dreyjaͤhriger Beſprengung ſollausgeſchlagen, ja auch gebluͤhet haben, dabey
nicht zu vergeſſen, daß dieſer Abbts⸗ Staboder Ruthe in die Erde geſtecket worden; der-gleichen überſteiget noch gaͤntzlich die Kraffteder Natur, daß eine von einem Baum abge-ſchnittene, und in die Erde geſteckte RutheWurtzeln gewinnet, und den Mähr⸗Safft anſich ziehet, inſonderheit, welche von denenBäumen herkommen, deren Safft zähe iſt-und laͤnger als bey andern bleibet, ehe er ver-rauchet oder aus duͤnſtet, und dieſer Art ſinddie Weiden⸗ und Oel⸗Baͤume. Gleichwolen
hat ſich der tauſendkuͤnſtige Satan ſolcher ih⸗ ſtützStab Aarons noch etwas nag 6 uche
me bekannten Natur ⸗Kraͤfften dann und wannſo wohl in dem Heyden als Chriſtenthum be-dienet, ſein finſteres Reich damit zu erweitern
von Homer. Iliad. 4. v. 234.
und zu unterſtuͤtzen. Und gewißlich ſeht vuin die Welt ausgeſtreuete Wunder 10 40
ſolcherley ſchwammichte Grund⸗Satze gene lo,
worden. So ſchreibet Plutarchus in Noe Rdaß der Spieß dieſes groſſen Stiffters 899 1615
miſchen Groß⸗Herꝛſchafft, zu einem C jnCornel Baum aufgewachſen. Pauſaniee onCorinthiacis, daß die Keule Herculis, ſo ileeinem wilden Oel⸗Baum geweſen, nacßerumſie in die Erde geſtecket worden, wiesefriſch worden und gegruͤnet habe. Die singcken verſtehen die Kunſt auch durch Gib den,des Brandten⸗Weins an die Roſen⸗Stauihetmitten im Winter Roſen zu erzielen, dagenaber der Stammen zu Grunde gehet;
das erfordert ſeine gewiſſe Zeit, in
Roſen weder uͤber Nacht, noch in einen nen.
gen Monat und Wochen herfür ferneBinnen wenig Stunden kan man geſäele fenterſilien⸗ oder Endivien⸗Saamen der icht.treiben, daß er aufgehet und hervor ml.Hier aber iſt nichts dergleichen. Diele ſeiſenche 12. oder 13. Stabe werden in einer h 11
Welt⸗Gegend an einen trockenen Ort game
wo ſie weder von Thau noch Regen 1 al-
befeuchtet und ſafftig gemacht werden⸗ b A ö
len denenſelbigen gruͤnet allein der Fuget undrons in Zeit von 24. Stunden, er blatraͤget Frucht, bey einem ſo duͤrren untgibt ſich die menſchliche Kühnheit alle aglchund Wiſſenſchaſft, man muß unumee gundieſe Begebenheit demjenigen allein 3 ſeye/der deme, ſo nicht iſt⸗ ruffet da von dieRöm. 4, 17. und haͤtte folglich keine fönnen,ſen Staͤben natuͤrlicher Weiſe gribtolles, wo-ſo wenig, als jener Scepter des Achille““
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Rsars, PHD. N
Man wird kein 5 wohl 15 1 6cepter ſchale mal aNachdem es auf dem Berg iſt einn!
Und weil durch Eiſen⸗Schärff0 1 Blaͤtter hin/So wird es nimmer gruͤn.
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wird, ob haͤtte Moſes als ein küreuer dugdurchtriebener Politicus per bid rute ehh,heiligen Betrug, dem Aar und ers die 25
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heprieſterliche Wuͤrde zugeſchantzet 15 50huͤtzet. N UDoch laſſet uns dieſen gruͤnendeng Agel,
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