5. Buch Moſis Cap. 28. verſ. 21. 22. TAB. CCCLII. 639ihre Abſicht gar wahrſcheinlich auf ein einge geneigte Leſer keine anatomiſche Vorſtellungzogen, keuſches Leben gehabt haben, damit von mir erwarten, darinnen etwan die Thei-man alle boͤſe Gelegenheit und Leichtfertigkeit le ausgedruͤcket, wovon anjetzo die Rede iſt,
deſto ſorgfaͤltig und behutſamer vermeiden daraus aber ein Anlaß zu unziemlichen Ge-moͤge.„%% dancken erwachſen koͤnnte; ſolches nun nicht„Inzwiſchen wolle bey Vorlegung einer zu zu thun, werde mir jetzo und ein andermal zurdieſem Texte dienlichen Kupfer Blatten der Chriſtlichen Regel dienen laſen.
Föbre gewiſſenhafft die Jugend/Bringt ſie zu in zucht und Tugend,a In der reinſten Jungferſchafſt/i So ſind GOT und Menſchen Feugen,5 NMeid und Nachred muͤſſen ſchweigen 5N Nach der ſtarcken Wahrheits⸗Krafft,Ja man wird euch endlich ſchauen 2Als vermaͤhlte Lamms Jungfrauen.
VV21. Der HEgnR wird dir die Peſtilentz 21. Der HERR wird dir die Sterb-
ankleben laſſen, auf dem Lande, da-hin du kommeſt, daſſelbige einzunem-men, biß er dich ausmache.22. Der HERR wird dich mit Ge-ſchwulſt, mit Fieber, mit Hitze, mitBrand, mit Brunſt, Duͤrre undBleiche ſchlagen, die werden dich ver-folgen/ biß du umkommen ſeyn wirſt.
Druͤſe anhaͤngen, biß daß er dichvertilge, in dem Lande, dahin dukommeſt, daſſelbige einzunehmen.22. Der HERR wird dich ſchlagen mitSchwulſt, Fieber, Hitze, Brunſt,Duͤrre, giftiger Lufft und Geelſucht,und wird dich verfolgen, biß er dichumbringe. 1 157
Derr allgerechte GO, den die verruchte SuͤnderMit ihrer Laſter⸗Schaar als tolle Feind bekriegt,Strafft in gereitztem Zorn die ungerathne Kinder, iSo Ihme Trotz und Schmach muthwilligſt zugefuͤgt:Schwulſt/ Fieber/ Hitze Brunſt, Brand, Duͤrre/ andre PlagenBind mit der erſten Ruth erſchroͤcklich angedroht/Der Himmel ſoll ſofort dem Land das Naß verſagen/Wenn Seine eh'rne Haut bringt eiſern Erden⸗Moth.An ſtatt des Regens faͤllt nur duͤrrer Staub und Sande/Feigwartzen, Raud und Grind, Egyptens Peſt und SuchtVon Fuß auf bis zum Kopf/ Schwermuth und Trauer⸗StandeBefaͤllt ein Greuel⸗Volck/ das unſer GOTT verflucht.
Amit der Iſraeliten Volck nichtetwan von irrigen und verfuͤh-riſchen Gedancken eingenommenwerde, als ob die Kranckheiten,nach Epicuriſcher Art zu reden,von ungefahr, oder vermoͤge. Stoiſcher, Tuͤrckiſcher und an-derer blinden Vernuͤnfftlingen Meynung auseinem unwandelbaren Geſchicke entſtuͤnden,ſtellet Moſe ſeinen allmächtigen und gerechtenGOTT dem frevlenden Volck fuͤr als den er-ſten, einigen und oberſten Urheber aller Be-
weg⸗ und Veraͤnderungen, welche in der Na-tur, beſonders aber in dem Leibe des Men-ſchen vorgehen; Der„ER wird dir diePeſtilentz ankleben laſſen.(Sterb⸗Druͤſeanhaͤngen.) Eine Krankheit, welche vor al.len andern als die abgeſagteſte und ſchaͤdlichſteFeindin des gantzen menſchlichen Geſchlechtsanzuſehen iſt, und das wegen ihres urploͤtzli-chen Angriffs, ſchmertzhafft⸗ und grauſamenDahinraffung, zahlreichen Niederlage, allzugeſchwinden Durchſuch⸗ und Ausbreitung;Die Heyden konnten die Urſachen in der Na-3333 333 2 tur
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