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n eeeF. Buch Moſis Cap. 32. verſ. II.
Wie ein Adler ſein Neſt aufwecket,(und) Wie ein Adler ausfuͤhret ſeine Jungen.
ob ſeinen Jungen ſchwebet,(alſo)ſtreckte er ſeine Fluͤgel aus, nahm ihn,und truge ihn auf ſeinen Fluͤglen.
und uͤber ihnen ſchwebet. Er brei-tet ſeine Fittich aus, und nahm ihn,und trug ſie auf ſeinen Fluͤgeln.
So ſchnell der Fluͤgel⸗ Flug: ſo ſchnelle Vater⸗Triebe,
So groß des Adlers Macht: ſo maͤchtig ſeine Liebe
So ſchröͤcklich in dem Raub: ſo zaͤrtlich zu der Brut, 8So ungeſtuͤmm beym Feind: ſo ſanfft bey eignem Gut.
So zeigt ſich Koͤnigs⸗ Art bey dieſem Vogel⸗K
Dort machet ihm der Zwang/ hier Liebe unterthaͤnig.
Oſe vergleicht in dieſem vor-trefflichen Abſchieds⸗Text die
nem Volck mit der Liebe desAdlers gegen ſeine Jungen,i welche vermoͤge ſothaner Be-. ſchreib⸗ und Vergleichungſehr groß ſeyn muß: Wie ein Adler ſein Neſt,das iſt, ſeine Jungen aufwecket: Eine ver-bluͤmte, und dey denen Kunſt⸗Rednern gantz
gewoͤhnliche Red⸗ Art, darinn continens pro
contento, das Reſt vor die Junge genommenwird; ſolche findet man hin und wieder vonweltlichen Dichtern gebrauchet. Virgil. L. IV.
SGeorgic. von denen Schwalben:
Ore ferunt dulcem nidis immitibus eſcam,
Das iſt, pullis crudelibus, unbarmhertzigen
Jungen, nach Servü und Nonü Erklarung:Zur Speiſe bringen ſie dem rohen, wilden
i eſteDas Suͤßſte und das Beſte. 8
Und Columella in Hort:
Veris& aduentum nidis cantarit Hirundo.
Die Schwalbe wird den Fruͤhling bringen,
Und ſamt dem Neſt die Ankunfft ſingen.juuenalis Sat. V. ziehet dieſes auch auf die Kin-der: s 5 l„.
Sed tua nunc, Mygale, pariat licet,& pue-
ros tres
In gremium Patris fundat ſemel, ipſe lo-
a quaciiGaudebit ſemel. 3Wenn aber, Mygale, die deine dir gebiehrt,Und in den Vaters⸗ Schoß drey Knabenpræſentirt/Wird durch diß Plauder⸗Neſt das Freu-3 den⸗Hertz geruͤhrt.
Liebe GOTTES gegen ſei-
Geſtalten die Gloſſen ae, nidus, pullus ge-ſetzet haben.
Die Aufweckung, deren Moſe gedencket,erklaͤret k. Selomo alſo, daß der Adler nichtmit Ungeſtuͤmm in das Neſt hinein fahre oderpuͤtſche/ mit einem Sturtz, ſondern allmaͤhlichſich niederlaſſe, und zuerſt mit denen Fluͤgelnuͤber denen Jungen ſchwebend, an denen Ae-ſten der Baͤumen oder Auſſenwercken des Neſtsein Geraͤuſche mache, und ſich anhalte, damitdie Jungen Zeit und Weile haben aufzuwa-chen, ſich zu ermuntern und zu erholen, mit-hin den Alten zu empfangen. Solchergeſtal-ten iſt es mit dieſen Umſtaͤnden darum zu thun,daß ſeine annoch zarte Jungen nicht gedruckt,und gleichwol fouirt, und unterwaͤrmet wer-den. Hieronymus hat den Sinn und AbſichtMoſis in ſeiner Uberſetzung umſtaͤndlicher alſoabgefaſſet: Sicut Aquila prouocans ad volun-dum pullos ſuos,& ſuper eos volitans,& c.auf welchem Wege die Aufweckung der Jun-gen dahin ausgehet, daß der Adler ſeine Jun-
gen mit Ausſtreckung ſeiner eigenen Fluͤgelgleichſam zum fliegen anmahne, treibe, bewe-
ge und erwecke, wie Lutheri UÜberſetzung lau-tet: Wie ein Adler ausfuͤhret ſeine Jungen;wie dann Moſe gleich darauf von Jusſtre-ckung ſolcher, der Fluͤgel, redet, und dieſem-nach waͤren die erſten Ausſtreckungen bey denJungen ſelbſten Probier⸗Fluͤge, wie dann diemeiſte Ausleger dahin gehen; dazu kommt,daß das Ausſtrecken oder Bewegen der Fluͤgeldem Adler⸗Geſchlecht dermaſſen eigen und indie Natur gepflantzet iſt, datz die Jungen, ſolange ſie die zugebrachte Speiſe verzehren, die
Fluͤgel immerfort bewegen, ob zwar daſſelbean noch vielen andern Voͤgeln wahrzuneh-
men. 8In der Ebraͤiſchen Sprache, und nach derRed⸗Art Orientaliſcher Voͤlcker heiſſen desCeccſccce Adlers