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Die Niveau-Differenz des atlantischen und des Mittelmeeres längs den französischen Küsten : vorgetragen am 5. März 1864 in der Sitzung der bernerischen naturforschenden Gesellschaft / von Dr. Em. Schinz
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Herr Ingenieur Deuzler bemerkte dagegen mit Recht,dass die, stets die grösste Genauigkeit darbietenden, Ni-vellements (sowie übrigens auch die Triangulation) von derAnziehung des Festlandes beinahe ebenso sehr afficirt wer-den müssen, wie das natürliche, im Gleichgewicht be-findliche Niveau des Meeres selbst, namentlich insoferndas Nivellement den Meeresküsten entlang stattfindet.

Wir können also in der That kein besseres Niveljir-Instrument zur Ermittelung der in gleichem Niveau lie-genden Punkte längs der Küste eines fluthlosen Meeresanwenden, als die Oberfläche dieses Meeres selbst.

Es kann demnach auch die durch das Nivellementder Verkehrswege ermittelte Differenz im mittleren Ni-veau des Meeres der Seehäfen der französischen Küstedes atlantischen Meeres auf keine Weise der Attrac-tion der Continente zugeschrieben werden.

Ich glaube, dass man von der Differenz des mittle-ren Meeresniveaus in verschiedenen Häfen derselbenKüste auf anderem Wege genügende Rechenschaftgeben kann, und stelle zu diesem Ende mit dem vonHerrn Michel mitgetheilten Verzeichniss der mittlerenMeereshöhen, n, der verschiedenen atlantischen Häfenüber dem Niveau des Mittelmeeres bei Marseille , die An-gaben über die mittlere Fluthhöhe, h, *) und die Hafen-zeit, z, zusammen, die ich dem Annuaire du Bureau deslongitudes für 18(i4 entnehme. d ist die Zeitdifferenz,

*) Ii ist die halbe Differenz zwischen den Höhen der Fluth undder Ebbe, welche im Durchschnitt für diejenigen Syzygien würdenbeobachtet worden sein, für welche Sonne und Mond im Aeqnatorund in ihrer mittleren Entfernung von der Erde sich befinden.