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Die Niveau-Differenz des atlantischen und des Mittelmeeres längs den französischen Küsten : vorgetragen am 5. März 1864 in der Sitzung der bernerischen naturforschenden Gesellschaft / von Dr. Em. Schinz
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Etwas Aehnliches findet statt, wenn in Folge derErhebung der Continente die Ebbe und Flutli einesMeeres von derjenigen, welche direct durch die Attrac-tion der flutherregenden Gestirne erzeugt wird, abge-leitet ist, wie diejenige Fluthwelle, welche aus dem, imSüden von Africa nach Westen ziehenden Haupt-Fluthen-Strom sich nordwärts nach dem atlantischen Meere hinabzweigt. So wie der sie erzeugende Wellenberg desHaupt-Fluthenstroms (wenn man eine hunderte von Mei-len lange und breite und nur wenige Decimeter hoheErhebung des Wassers so nennen darf) eine kleinereBreite hat, als das nach 6 Stunden an seine Stelle tre-tende Wellenthal, so wird auch der nach Norden fort-schreitende Wellenberg der abgeleiteten Fluth eine ge-ringere Breite haben, als das ihm folgende Wellenthal,und die Tiefe des letztem unter dem statischen Niveauist daher auch hier kleiner als die Höhe des Wellenbergsüber demselben.

Aber in weit höherem Grade findet diese Differenzda statt, wo die freie Entwickelung fder Fluthwellen-bewegung durch eine Verengung des Strombettes odergar durch ihren Eintritt in eine Bai oder eine engereBucht gehemmt wird, so wie überhaupt in der Nähe derKüsten, wo die Fluth sich weit höher erhebt als aufoffenem Meer, so dass zwar wohl im Allgemeinen aucheine um so tiefere Ebbe auf dieselbe folgt, die Tiefe derletzteren jedoch stets hinter der Höhe der ersterenzurückbleibt, da jede auf die Küste geworfene Fluth-welle einen bedeutenden Theil ihrer lebendigen Krafteinbüsst und die Fortpflanzungsgeschwindigkeit derFluthwelle stets bei Hochwasser grösser ist als bei ein-tretender Ebbe.

Während sich nun die Häfen der I. Gruppe, die