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Ai*au. Die Sammlungen des nunverstorbenen Staatsratlis Rengger,dann des Mineralien - Händlers Wan-ger, die jezt nach seinem Ablebenfeil geboten wird und jene von Mayr.
Asti. Petrefakten - Sammlung vonSettimc, und zu Scttini bei Asti Samm-lung des Sotten* reich an fossilenConchylien der Umgegend.
Augsburg. Sammlungen des Kauf-mann Stupanno, des Apotheker Alten,des Professors Mai und von Korbes,des Waarcnscnsal Kohrhammer, des
Professors Ahrens und des Hofratliv. Hagedorn. Sammlung des poly-technischen Institutes unter Conserva-tor Professor Dübner und Mineralien-sammlung des Regicrungsrathes vonAhorn er.
Aussee im Salzkammergut. Samm-lung des Salinen - Assessors Ritter.
Au tun. Sammlungen der beidenSeminarien und von Desplaces. deChramasse und Micault de la Vien-ville.
Baltimore. Sammlung der Mary-land Akademie.
B a mb e r g. Das Museum des Pro-fessors und Canonicus Linder stammtvon der Mineralien-Sammlung der Je-suiten , aus den kostbaren Ankäufendes Fürst-Bischof Franz Ludwig, vornStiftsherrn Lautenbach, von Bergmei-ster Jhlig zu Johann - Georgenstadt,von Goldarbeiter Hermann und vonSteinschneider Wächter. Ein Theilkam von der Abtei Langheim, dergrösste Theil von der Abtei Banz unddas übrige durch Geschenke an Professor Linder, welche in den ersten20 Jahren seiner Anstellung dahiergemacht wurden, und von Einkäufen,welche derselbe in den lezten 15 Jah-ren seines Lebens aus seinem Ver-mögen gemacht hatte. Vorzüglich Er-wähnung verdienen endlich die kost-baren Geschenke des Geheimen Ra-thes Dr. Schönlein. Die wahre Ent-stehung des Kabinctes ist eigentlicherst von der Anstellung des zweitenInspektors und Conservators DionyssLinder zu rechnen (Aug. 1803). AchtJahre wurde es aus Staatsmitteln kräf-tig unterstüzt, aber nach der Verse-tzung cl. Regierung nach Baircuth 1811blieb Linder sich selbst überlassenund verwaltete mit Liebe seine Stelleeines Conservators, bis nach seinemAbleben im Frühling 1838 Dv. Hauptsein Nachfolger wurde: sein regerEifer lässt dein zunehmenden Glanzeder Anstalt zuversichtlich entgegen-sehen. Die Lindersehe Stiftung derStadt Bamberg ist Eigerithum dersel-ben, zugleich Naturalien-Kabinet derStudien-Anstalt und enthält in deroryktognostischen Sammlung gegen3000 Exemplare; die Petrefakten-
Sammlung enthält Sachen aus demBecken von Paris, die Bildungen vonMaestricht, diebaierische und Schwei-zer Molasse, die Vorkommnisse desJura, Lias, Keuper und Muschelkalkder Umgegend, die nordamerikanischeKohlen-Formation, die Ocningcr undPapenheimer Versteinerungen, erstcrein vorzüglichen Exemplaren etc.
Die Sammlung des naturforschen-,den Vereins ist ein Lokal-Naturalien-Kabinet und verdankt seine erste An-lage den grossmütbigen Geschenkendes praktischen Arztes Dr. Kirchner,welche in bei der Untersuchung dergeognostisehen Verhältnisse der Bam-berger Umgegend seit vielen Jahrenauf eigene Kosten zahlreich gesam-melten Petrefakten und geognostisehenSuiten aus der Muschelkalk-Forma-tion, ans dem Keuper, Lias, Jurakalkund seinem Dolomite, wie aus demDiluvium und den Alluvionen bestan-den und als Anfang einer weiter aus-zudehnenden öffentlichen Lokal-Samm-lung übergeben wurden. Dieselbebestand damals aus 2—3000 Stückenund war unveräusserliches Eigenthumder Stadt Bamberg. Zahlreiche Pa-trioten brachten weitere Geschenkeund dadurch die Sammlung in einenFlor, dass sie jezt zu den interes-santesten und belehrendsten Lokal-Sammlungen Deutschlands gezähltwerden kann, indem sie seither ihrerGründung 1833 bis auf 5—6000 Ex-emplare vermehrt wurde. Haupt-Uebersieht der Sammlung: Ailuvio-nen des Mains und der Regnitz, undaus dem Diluvium verschiedene Kno-chen, Zähne etc. vom Elephanten, Eber,Hirsch, Pferd, Ochsen; Köpfe vonEisbären; Zähne vom Rhinozeros.