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Ueber ein Eisenbahnsystem für Deutschland : allen Staats- und Gewerbsmännern Deutschlands ans Herz gelegt / von C. Grote
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V. Verbindungs- und Nebenbahnen.

§. 27 .

Lhne für jetzt in speciellere Erörterungen deshalb ein-gehn zu wollen, indem dabei mehr ganz locale Interessenzu berücksichtigen sein werden, lassen sich doch schon ausallgemeinen Gründen zwei größere Verbindungsbahnen alssehr wahrscheinlich rathsam und durch einen hinreichendstarken Verkehr gesichert annehmen. Zuvörderst möchtennämlich vielfache Rücksichten dafür sprechen, und keine all-zugroßen Terrainschwierigkeiten daran hindern, eine directeVerbindungsbahn zwischen Leipzig einerseits und Caffel,so wie Frankfurt a. M. anderseits herzustellen. Zu demEnde bedarf es nur, die beiden betreffenden Hauptbahnenan einer schicklichen Stelle mit einander zu verbinden.Dazu dürfte es am geratensten sein, von Lobeda im Saa-lethale über Jena und mit Benutzung der mehrfach ingünstiger Richtung vorhandenen Thalbildungen an der nörd-lichen Seite des Thüringer Waldes hin auf Weimar , Er­ furt , Gotha und Eisenach , und von da in das Werrathal,dann dieses eine Strecke aufwärts und endlich an einer ge-eigneten Stelle über die zwischeniiegende Höhe in das vonda nicht mehr ferne Fuldathal (vielleicht bei Breitenbachoder Hersfeld ) zu gehn, wo man auf die Hanseatisch-Baseler Bahn käme, und damit nach allen an dieser bele-genen Hauptplätzen. Es ist einleuchtend, daß auf dieseWeise auf einem nach dem gegebenen Terrain möglichst

*) Im Fall der öden angenommene Uebergang über den Thürin­ ger Wald durch das Schwarzathal nicht gewählt würde, son-dern irgend ein anderer Paß weiter westlich, dann dürste dieHauptbahn von Leipzig ab besser direkt auf Naumburg , dannim Jlmthale aufwärts nach Weimar u. s. w. geführt werden.