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der Haupt⸗Geſtalt nach miteinander uͤberein kommen, in Anſehung des Gewebes aber von ein-ander unterſchieden ſind. Die eine Gattung ſieht aus wie zarte Leinewand, oder wie Perga-ment mit ſubtilen Nadelſtichen, und deren Original iſt die eſchara faſcialis beym Ellis tab.XXX,. a. und beym Pallas p. 42. Andere haben, ſtatt der Nadelſtiche, etwas gröſere ovaleLocher und das iſt die millepora retepora des Pallas p. 243. die beym Ellis, tab. XXV. d.Bonannt p. 286. Marſigli, tab. XXXIII. Num. 161. Kundmann rar. nat. et art,tab. XII. Num. 3. Argenbille Orygrolog. tab. XXII. Num. 2. beym Imperati, p. 821.und in Knorrens deliciis nat. ſelekt. tab. A. III. Num. 3. vorkommt, auch die ſogenannteelchara cruſtulenta Rankanienſis, die Herr Pallas gleichfalls beſchrieben p. 39. verglichenmit p. 269. Das Petrefact davon findet man beym Scheuchzer ſpec. lithogr. Heluet,Num. 16. Die dritte Art, die man im Steinreiche hat, iſt in ihrem natuͤrlichen Zuſtande nochnicht, wie wir glauben, entdeckt worden. Der Hauptgeſtalt nach kommt ſie mit den beydenerſten uͤberein, maſſen ſie einem Trocho etwas ahnlich ſiehet, darinnen aber iſt ſie unterſchieden,daß ſie aus lauter langen Faden, wie ein ausgeſpanntes Garn zuſammen geſetzt ſcheinet, zwiſchen
welchen in gleichen Entfernungen zarte Puncte befindlich ſind. Man findet dergleichen ſowohl
im Pböſeneckiſchen, als auch in den Maſtrichter Steinbruͤchen.
Die Ordnung fuͤhret uns nunmehro auf das vierte Geſchlecht der ſteinartigen See⸗Kör;per welche einige, bald mehrere, bald wenigere, Jehnlichkeit mit unſern Erdſchwaͤmmen haben, ein Geſchlecht, welches lange noch nicht ſo unterſucht und bearbeitet iſt, als es kuͤnftigvielleicht geſchehen wird. Man nennt dieſe Korper, eben dieſer Aehnlichkeit wegen, die ſie mitden Schwaͤmmen haben, Fungiten. In den aͤltern Schrifften findet man von ihnen dasWort alcyonium gebraucht, das aber zu vielerley Verwirrungen Gelegenheit gegeben, weilman es bald in weitlaͤufftigem, bald in engem Sinn genommen. Die aͤltern Schrifftſteller nen-nen beynahe alles alcyonium, was zu den See-Producten gehoͤrt und eine pflanzenaͤhnlicheGeſtalt hat. So gar die Tubiporiten gehörten bey ihnen zu den aleyoniis. Nachhero belegteman mit dieſen Mamen alle diejenigen See⸗Körper, die den Erdſchwaͤmmen, Pilzen, Morgeln,aͤhnlich waren, oder ſonſt eine poröſe, ſchwammigte Structur verriethen, ohne darauf zu ſe—hen, ob ſie in ihrem naturlichen Zuſtande von einer ſteinartigen, oder knorpeligten oder nochweichern Subſtanz waren. Und ſo iſt auch das Wort lange Zeit ganz unbeſtimmt in der Ver-ſteinerungskunde gebraucht worden. Neuerer Zeit hat man angefangen, daſſelbe in einer nochengern Bedeutung zu nehmen, und darunter gewiſſe weiche knorpelichte Thierpflanzen, die in-wendig eine fibreuſe Teptur, von auſen aber zarte poros und papillas haben, zu verſtehen.Man mus dahero nicht glauben, daß die aͤltern Schrifftſteller dieſe weiche See Körper juſtmeynen, wenn ſie von Alcyorten reden. Sie verſtehen darunter meiſt ſteinartige, den Schwaͤm,men ahnliche, See⸗Producte. Dieſe Alcyonien, ſo wie von ihnen die neuern Schrifftſteller reden, meynen wir hier nicht, wenn wir die Fungiten behandeln. Wir haben hier mit ſteinarti,gen Körpern der See zu thun, unter welchen die eigentlich ſogenannten Alchonien, weil ſie keineſteinartige Subſtanz haben, ſondern vielmehr knorplich, oder wie Leder ſind, keinen Platz erhal-
ten konnen. Allein eben dieſer Umſtand erſchweret eine genaue Claßification der Fungiten un-
gemein. Eines Theils iſt das ganze Aleyonien⸗ Geſchſecht noch nicht ſattſam bekannt genugund erforſchet, andern Theils fehlen uns noch von vielen Fungiten die Originale. Wir wer-den alſo dadurch bey vielen noch im Zweifel gelaſſen, ob man ſie zu den ſteinartigen See⸗Schwaͤm-men, oder zu den Aleyonien rechnen muͤſſe. Wir gehen dahero am ſicherſten, wenn wir denje-nigen Fungiten⸗Arten, bey welchen dieſe Sache noch nicht völlig ausgemacht iſt, noch ihre alte
Stelle unter den Fungiten laſſen, und aus ihnen nur diejenigen heraus nehmen, bey welchen
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