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Die Bedeutung des Freiberger Berg- und Hüttenwesens gegenüber der dasigen Eisenbahnfrage / von F.C. Freiherr von Beust
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besser begründetes Urtheil in dieser Frage bilden zu können, alsdies wohl bisher der Fall gewesen sein dürste. Was von deinBerg - nnd Hüttenbetriebe gewöhnlich in's große Publikum dringt, derBetrag der eingezahlten Zubußen verglichen mit dem der gefallenenAusbeuten, welcher von den letzteren nur eine» mäßigen Uebcr-schuß als Endergebniß übrig läßt, und daneben als Ergebniß desHüttenbetricbes eine verhältnißmäßig geringe Position im Ein-nahmcbndget, dazu die Erscheinung der Zubußbvten und vielleichtdas Bild von auf der Messe musseirendeu Bergleuten diesAlles, selbst der oft vernommene Gemeinplatz:daß doch vieleLeute» beschäftigt würden" vermag allerdings kaum eine andereMeinung hervorzurufen, als daß auch der Freibcrger Bergbaueigentlich dock nur eine Art großer Armenvcrsorgungöanstalt sei.

Nun ist es freilich eine eigenthümliche Art von Armen-anstalt, welche bei einem jährlichen Metall-Ausbringen von circa1800000 Thlru. Handelswerth außer einer bedeutenden Zahl vonAngestellten aller Grabe über 9000 ständigen Arbeitern einenVerdienst gewährt, der sie wenigstens vielen Klassen deutscherArbeiter vorausstcllt, und unter Andern nur allein während desJahres 1854 eine Theuerungsunterstütznng von circa80000 Thlrn.,

also muthmaßlich mehr als mancher deutsche Staat seiner ganzenBevölkerung gewährt hat; indessen sind doch auch diese Ziffernmehr nur von der national-ökonomischen Bedeutung als von dereigentlichen Ertragsfähigkeit des Gewerbes ein Bild zu geben,geeignet.

Um dagegen die letztere richtig würdigen und darnach sichein Urtheil über die Bedeutung des Gewerbes bilden zu können,ist es nothwendig, den Betrag derjenigen Summen in's Auge zufassen, welche nur allein innerhalb der letzten 12 Jahre 1840/54aus wesentliche, dauernde Meliorationen und neue Anlagen ausden beim Betriebe erlangten Ueberschüssen verwendet worden sind.Es giebt dies einen MaaSstab dafür, was das Gewerbe aus sich