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Die Erde in Karten und Bildern : Handatlas in 63 Karten nebst 125 Bogen Text mit 1000 Illustrationen / unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von der Verlagshandlung ; Karten-Gravure und -Druck von G. Freytag & Berndt
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B. Mitteleuropa. III. Die Schweiz.

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Das Matterhorn.

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F aucigny; höchster GipfelDent du Midi (3285 Meter). ^

II. Die Mittelalpen.

Dieselben gehören zumgrössten Theile derSchweiz, dann Oester-reich-Ungarn und Ita-lien an. In longitudina-ler Richtung zerfallensie in die Centralzone,die nördliche Zoneund die südlicheZone.

Der Centralzone ge-hören an:

1. Die PenninischenAlpen, vom Grossen St.

Bernhard bis zum Sim-plonpasse. Sie sind eineder geschlossensten Al-penketten und das ge-waltigste Gebirge derSchweiz. In einer Län-genausdehnung von 90Kilometern bilden sieeine ununterbrocheneSchneemauer. Man zählt140 Gletscher. Der höch-ste Gipfel ist der MonteRosa (4638 Meter, vielgrossartiger und male-rischer als der Mont-blanc), der am schärfstencharakterisirte das Matterhorn (4500 Meter). Andere bedeu-tende Gipfel sind der Lyskamm (4538 Meter) und die Zwil-linge (Castor 4230, Pollux 4094 Meter). An der äusserstenNordostecke liegt der Simplon (3250 Meter), an dessen Seiteder gleichnamige Pass sich hinzieht (2012 Meter). Die be-rühmte Kunststrasse über diesen Pass liess Napoleon I. in denJahren 18011807 herstellen.

2. Die Lepontinischen Alpen, vom Simplon bis zum Splügen.Im Besonderen unterscheidet man: a) die Tessineralpen,b) die St. Gotthardgruppe, und c) die Adul-Alpen. HöchsterGipfel (in der Gotthardgruppe gelegen) ist der Monte Leone(3635 Meter), der höchste Passübergang die Furca (2436 Meter).Die Furcastrasse zieht eine Strecke längs des Rhonegletschershin, der sich terrassenförmig, sechs Stunden lang, herabsenkt.Unweit der Südostecke der Gruppe führt der Lukmanierpass(1917 Meter) aus dem Thale des Vorderrheins in das des Mittel-rheins und in das Brenothal.

Der berühmteste unter allen Pässen ist aber der am St. Gotthard (2114 Meter).Schon im Mittelalter benützt, spielte er nachmals, namentlich als Handelsweg, einegrosse Rolle, doch wurde erst in den Jahren 18201827 der alte Saumweg in einegrossartige Fahrstrasse umgewandelt. Seit Ende 1881 führt der Schienenweg unterdem Gotthard hindurch; es ist die grossartigste Bahnanlage dieser Art auf Erden,namentlich merkwürdig wegen seiner Kunstbauten (darunter die sogenannten Kehr-tunnels im Reussthal). Die Länge der ganzen Bahn beträgt 99*3 Kilometer, derhöchste Punkt (im grossen Tunnel) liegt 1154 Meter über dem Meere. Einschliesslichdes grossen Tunnels, der 14.900 Meter lang, dessen Herstellung neun Jahre er-forderte und dessen Herstellungskosten sich auf 57 Millionen Francs beliefen, liegenin der Bahn 53 Tunnels mit zusammen 40. 718 Kilometer Dunkelraum. Davon ent-fallen auf die eigentliche Gotthardbahn, ohne Monte Cenerilinie, 43 Tunnels mitzusammen 34*9 Kilometer Dunkelraum. Ausserdem sind 42 Brücken vorhanden. Zuden merkwürdigsten Anlagen gehören noch die Spiraltunnels bei Giornico-Travi aufder Südseite des Gotthard. Zur Zeit der grössten Arbeiterfrequenz zählte man17.658 Köpfe, im grossen Tunnel allein 3405 Köpfe. Der Erbauer des Tunnels warLouis Favre, der am 19. Juli 1879 mitten im Tunnel vom Schlage gerührt wurde.Der Haupttunnel liegt zwischen den Ortschaften Göschenen und Airolo: die mittlereFahrzeit durch denselben beträgt 20 Minuten.

3. Die Rhätischen Alpen, von der Splügenstrasse (2117Meter) bis zum Querthale von Nauders und bis zur Arlberg-strasse. Der Splügen ist eine der wichtigsten Alpenstrassen.Die Hauptkette der rhätischen Alpen stösst südlich an denMalojapass (1811 Meter) und an die Berninagruppe (4050Meter; Piz Languard 3300 Meter), welch letztere die süd-liche Wand des Engadins bildet, während die nördliche W^anddurch die über den Septimer (2311 Meter) und Julier (2280Meter) ziehende Kette gebildet wird. Diese nordöstliche Kettebildet die Wasserscheide zwischen Inn und Rhein und heisstin der südlichen Hälfte auch Silvrettagebirge, mit den SpitzenAlbuna (3273 Meter), Piz Linard (3416 Meter), Albuinkopf(33 2 7 Meter). Vom Silvrettapass geht ein Zweig, Tirol von Grau-bündten trennend, zur Klause von Finstermünz, ein zweiterRhätikon (Scesaplana, 2968 Meter) genannt längs der vorarl-bergischen Grenze und verflacht sich am Rhein. Die Bernina-

gruppe zieht in nordöstlicher Richtung und über das Stilfser-joch (2756 Meter) hinaus zum Ortlerstock, einem abermaligenKnotenpunkt. Der Kamm des Gebirges erleidet dann bei Nau-ders eine merkwürdige Unterbrechung, bildet aber weiter öst-lich den Oetzthaler Gebirgsstock. Der letztere gehört bereitszu den Ostalpen, der Ortlerstock zu dersüdlichen Zone derMittelalpen. Der höchste Gipfel der rhätischen Alpen ist derPiz Bernina (4050 Meter). Berninapass: 2334 Meter.

Südliche Zone der Mittelalpen:

I. Die Ortleralpen, zwischen der oberen Adda, der Etsch, dem Tonalpassund dem Val di Sole; höchster Gipfel: Order 3905 Meter. 2. Adamellogruppe,im Süden der Ortleralpen; höchster Gipfel: Adamello 3603 Meter. 3. Brenta-gruppe, an vorgenannte im Osten bis zum Sarcathale anschliessend; höchster Gipfel:Cima di Brenta 3250 Meter. 4. Die Alpen des Yal di Ledro. 5. MontedAbram und Montebaldo. 6. Das Orobische Gebirge, zwischen demComersee und dem Oglio; höchster Gipfel: Monte Redorta 2958 Meter. 7. DieLuganer Alpen, zwischen Lago Maggiore und Comersee.

Nördliche Zone der Mittelalpen:

I. Die Urner und Engelberger Alpen, vom Furkapasse bis zum Vier-waldstättersee; höchster Gipfel: Galenstock 3597 Meter. 2. Die Berner Alpen,zwischen Aar und Rhone; höchster Gipfel: Finsteraarhorn 4275 Meter. Andere be-deutende Gipfel: Schreckhorn 4082 Meter, Mönch 4105 Meter, Jungfrau 4167 Meteru. a. m. 3. Die Freiburger Alpen, eine nordwestliche Vorlage der BernerAlpen. 4. Die Emmenthaler Alpen, im Westen des Brünigpasses, zwischen derAar und dem Vierwaldstättersee; höchster Gipfel: Pilatus 2130 Meter. 5. Die Tödi-kette, zwischen Reuss, Rhein, Linth und Wallensee; höchster Gipfel: Tödi 3298Meter. 6. Die Schwyzer Alpen, zwischen Reuss und Linth bis zum Zuger-und Ziirchersee; höchster Gipfel: Windgelle 2758 Meter. 7. Die St. GailnerAlpen, zwischen Zürcher- und Wallensee und Rhein; höchster Gipfel: Hoch-Säntis2504 Meter.

Luzern. Neuenburg. Aarau. Schwyz. Waadtland.Schweizer. Typen.

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