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Eine Smala (befestigte Niederlassung) in Algerien.
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Ä. Nordafrika.
Unter Nordafrika ist das Gebiet zu verstehen, welches sich von den Küstendes Mittelmeeres landeinwärts bis zu der Naturgrenze des Sudans erstreckt. DasSaharagebiet, im geographischen Sinne wohl gleichfalls zu Nordafrika gehörig,bildet vermöge seiner geophysischen Verhältnisse und in Bezug auf seine Bewohnerund deren Geschichte ein für sich abgeschlossenes Gebiet des dunklen Erdtheiles.
Die Küstenländer Nordafrikas, von denen Aegypten mit dem Unterlaufe desNil zusammenfällt, sind die einzigen des Continents, welche eine civilisatorische Ver-gangenheit aufweisen, die in erster Linie von den alten Aegyptern als einem aufafrikanischem Boden entstandenen Culturvolk repräsentirt wird. Zu ihm gesellen sichdie Phöniker, welche bereits im zweiten Jahrtausend v. Chr. an der ganzen Nord-küste von Afrika — und ebenso an der atlantischen Küste — als Coloniengründerauftraten, wenngleich sie die einheimischen Völker niemals sich assimilirten, sonderndiese nur in eigennütziger Weise ausbeuteten. Entgegen den Reichen und VölkernAsiens an der Mittelmeerküste haben die Culturrepräsentanten von Nordafrika niemalsBeziehungen mit dem ungeheuren Hinterlande des Gesammtcontinents unterhalten.
Reiche ihre Rückwirkungen bis nach dem fernen Ostasien äusserten und selbstRömer und Chinesen in geistige Beziehungen traten, ist das Culturleben Nordafrikaskaum bis zum Nordrand des Saharagebietes vorgedrungen. Griechen und Römerhatten, gleich den Phönikern, mit dem Besitze der Küstenländer sich begnügt. Denalten Aegyptern, obwohl im Besitze des unteren Nilthaies, blieb das obere Nil-gebiet unbekannt, und sind hinsichtlich des mittleren Nilgebietes nur dürftige An-zeichen von Beziehungen der Aegypter zu den Ländern und Reichen desselbenvorhanden.
Nordafrika — vom Saharagebiet abgesehen — umfasst dienachfolgenden Staaten und Länder: das Kaiserreich Ma-rokko; die französische Besitzung* Algerien, den französischenSchutzstaat Tunisien, die türkische Provinz Tripolitanien(Tarabulus-i-Gharb) und das vom osmanischen Reiche abhängige
1. Das Kaiserreich Marokko.
„Maghreb-ul-Aksa” — nimmt die Nordwestecke des dunklen Erd-theiles ein und erstreckt sich zu beiden Seiten des westlichenDrittels des Atlassystems. Fast die Hälfte des Kaiserreichesgehört zum Saharagebiet, und ist hier die Autorität des Sultans(oder Kaisers) eine schwankende. Im Westen wird Marokko vomAtlantischen Ocean, im Norden — indess nur auf eine verhältniss-
— vom MittelländischenMeere bespült; im Ostenund Nordosten grenztes an Algerien. Die Süd-grenze ist nur eine idealeund fällt ungefähr miteiner Linie von der Mün-dung des Draaflussesbis Ainsalah in derOasengruppe von Tidi-kelt zusammen.
ches kann dessen Flä-cheninhalt nur appro-ximativ, und zwar auf800.000 Quadratkilome-ter geschätzt werden.
Bodenbeschaffenheitetc. (Vgl. S. 360). Ma-
rokko ist in seinem mittleren Theile von den Ketten des HohenAtlas erfüllt, welche nach Nordwesten und nach Norden einige
als die Hälfte des Gesammtreicheserwähnt, zum Saharagebiet.
gehört, wie bereits
Die Flüsse sind un-bedeutend. Im Südendes Atlas dehnt sich dasgrosse Wüstenthal UedDraa von der Küsteweit nach Osten
Das Klima von Ma-rokko ist im Grossen undGanzen ein gemässigtes,doch wird es in ver-schiedenen Gebieten desReiches durch die Lageund die Beschaffenheitdes Bodens mannigfachbeeinflusst. Im Nordenund Westen der erfri-schenden Seeluft ausge-setzt, erreicht die Tem-peratur selten eine un-erträgliche Höhe, eben-so im Innern, wo diehohen Gebirge ihren
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(Mekinez).
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