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Steines biosgelegt; diese Schichte wölbte sich nun all-mählich sanft auf und bildete eine 260 mt. breite nachWest streichende Welle von 20 cm. Höhe, welche end-lich unter Explosionsgeräusch barst.
Der grosse ehemalige Südkontinent drehte durchseinen Zug die Erdkruste nach Norden, so dass bereitsin Folge dieser Verschiebung zur kühleren Miocänzeitder Alpenboden etwa zwischen dem Aequator und demnördlichen Wendekreis lag, und zu dieser Zeit erfolgteeben die Haupthebung der Alpen . Damals bestandaber auch ein nordatlantischer Kontinent, wie dieLondoner Flussdeltaschichten vermuthen lassen, aberder Londoner Boden lag zu jener Zeit in der Nähe desWendekreises. Dieser Nord - Kontinent, welcher demDrucke des grösseren Süd-Kontinents entgegenwirkte,bildete wahrscheinlich jene Stauung der Erdkruste , diedas Emporpressen der Alpen veranlasste, ein Vorgang,der sich in ähnlicher Weise gegenwärtig im ost- undwestindischen Archipel abzuspielen scheint. Als danndas nördliche Europa bei der fortgesetzten allmählichenNorddrehung etwa über den 60. Breitengrad gelangte,begann sich die abgeplattete Gestalt des polaren Erd-innern geltend zu machen. Es begann für den Nordendie Zeit der polaren Einsenkungen und des arktischenKlimas. Nun versank der Südkontinent. Die zu Endeder Eiszeit immer mehr gehobenen Kontinentalmassender alten Welt, unterstützt durch den gleichfalls an-wachsenden neuen Südkontinent, Südamerika , verändertendie frühere nördliche Drehungsrichtung in eine für Europa südliche.
Zieht man Nordamerika in Betracht, so stimmendie dortigen Verhältnisse im Wesentlichen mit diesenGrundsätzen der Drehungstheorie überein.
Als Europa noch eocänes Aequatoralland war, lag
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