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Die Drehung der Erdkruste in geologischen Zeiträumen : eine neue geologisch-astronomische Hypothese / von Carl Freiherrn Löffelholz von Colberg
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43
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Viertes Kapitel.

Erscheinungen, welche auf eine in früheren geologischenPerioden andere Vertheilung der Kontinente und Meerehinweisen.

DerSüdkontinent* 1 , welcher während der Tertiär-Formation eine der gegenwärtigen entgegengesetzteDrehung der Erdkruste veranlasste.

Im ersten Kapitel wurde nachzuweisen versucht, obund welche Kräfte gegenwärtig vorhanden seien, die zueiner Drehung der Erdkruste Veranlassung geben können.Wie dafür als Ursache das Uebergewicht der Kontinental -Massen der alten Welt angegeben wird, so muss, wennin früheren geologischen Zeiträumen die Vertheilung derLandmassen und Meere eine andere war, auch damalsdie gleiche Ursache die gleiche Wirkung gehabt haben.Man braucht nur ähnliche Verhältnisse wie sie heutzu-tage auf der nördlichen Halbkugel bestehen, auf dersüdlichen zur Eocänzeit sich zu denken und die Ver-schiebung des tropischen Europas nach höheren Breitenmusste ebenso erfolgen wie gegenwärtig die Sunda-Inseln aus den Tropen allmählich gegen den Südpol zu ver-schoben werden.

Die Kraft zur damaligen Norddrehung Europas musstealso von dem Aequatoralzug grosser einstiger Kontinental-Massen ausgegangen sein, die in dem Raume lagen,welchen heute der südatlantische und indische Ocean