Buch 
Begründung von fünf geognostischen Abtheilungen in den Steinkohlen führenden Schichten des Saar-Rheingebirges / Ch. Ernst Weiss
Entstehung
Seite
121
JPEG-Download
 

121

auch sehr nahe der sächsischen Sigillarienzone des HerrnGeinitz sich anschlicsst. Doch da die Erhaltung derRindenoberfläche dieser Gewächse, welche für ihre speei-fische Unterscheidung maassgebend ist, oft viel zu wün-schen übrig lässt, so ist noch immer die Kenntniss derin der obern Steinkohlenformation vorkommenden, jeden-falls aber sparsameren Sigillarien unvollständig. Aehn-lich verhält es sich auch mit den übrigen grossen Lyco-podiaceen, welche der grossen Mehrzahl nach in die ersteZone gehören; so wenigstens gilt es von den meisteneigentlichen Lepidodendren ( Sagenaria und Aspidiaria )nebst Halonia, Knorria, Ulodendron. Auch unter denCalamarien scheint es Beispiele zu geben, welche wenig-stens gegenwärtig unsere erste Zone bezeichnen, wie Ca-lamites cannaeformis , C. Cisti, Asterophyllites rigidus, A.longifolius, Anmdaria radiata , obschon es nöthig seinwird, ihre Bestätigung abzuwarten. Die zahlreichenFarn beherbergen manche Glieder, welche höchst wahr-scheinlich nicht blos für den Augenblick als leitend inder mitlern (ersten) Abtheilung angesehen werden dür-fen. Wir erwähnen davon nur Neuropteris gigantea, N.he.terophylla, Callipteris obliqua, Cyolopteris orbicularis,C. lacerata, Sphenopteris Höninghausi, S. obtusiloba, 8.trifoliolata, S. aoutiloba, Schizopteris anomala, Cyathei-tes pennaeformis, Alethopteris lonchitica, A. nervosa,Dictyopteris neuropteroides, D. Brongniarti, LonahopterisDefrancei, L. Bauri. Mehr zufällig erscheint es, dass dieStämme der grossen Baumfarn jetzt nur in der erstenZone bekannt geworden sind, obschon vielleicht Mega -phytum die untere Gruppe bezeichnet. Auf die Cy-cadeen und Früchte möchte ich wegen Unvollständigkeitder Beobachtungen zur Zeit noch kein Gewicht legen.

Ob auch innerhalb der ersten an Yegetabilienso fruchtbaren Zone noch von paläontologischer SeiteTrennungen bestimmter Horizonte vorgenommen werdenkönnen, ist zwar sehr wahrscheinlich; doch aber liegenbis jetzt nur erst Andeutungen vor, noch keine der Si-cherheit sich nähernde Thatsachen. Wohl sind die gros-sen Lepidodendra mit Halonia, Ulodendron merklich häu-