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Begründung von fünf geognostischen Abtheilungen in den Steinkohlen führenden Schichten des Saar-Rheingebirges / Ch. Ernst Weiss
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noch mit wenigen Worten der fünften Zone gedenkendes Ober-Rothliegenden. Es ist nämlich auffallend, dassdie ihm angehörigen mächtigen Ablagerungen bisher mitAusnahme einer Stelle in seinem untern Theile völligversteinerungsleer erschienen sind. Zwar hat Herr Lud-wig bei Biebelnheim nördlich Alzey in dem Sandsteineiner kleinen dem Hauptgebirge nahe gelegenen roth-liegenden Insel gewisse Abdrücke, welche Herr Dir.G r e i m in Offenbach a. M. fand, als Ullmannia selaginoidesBgt. angesehen und demgemäss diesen Sandstein, sowienach blosser petrographischer Aehnlichkeit auch manchenandern mit bunten Letten wechselnden rothen Sandsteinzu seinem Ullmannien-Sandstein d. i. dem obern Rothlie-genden gestellt, indessen weichen die Abdrücke jenerAestchen nicht so viel vom Ansehen der Walchia pinifor-mis ab, dass sie nicht besser hierzu gezählt werden soll-ten. Die Reste sind, nach Ansicht der besten in Offen-bacli aufbewahrten Exemplare, überhaupt nicht so guterhalten, um eine ganz sichere Bestimmung damit vorzu-nehmen; ebenso viel, wenn nicht mehr Aehnlichkeit alsmit Ullmannia besitzen sie mit Voltzia heterophylla var.brevifolia. Daher muss man Anstand nehmen, die Exi-stenz von Ullmannien-Sandstein in unserm Gebiete anzu-erkenen, womit auch die weiteren Schlussfolgerungen Lud-wigs fallen; der Biebelnlieimer Sandstein möchte viel-'mehr zum Mittelrothlicgenden zählen.*) Immerhin istes auffällig, dass wir keine Stelle mit Gliedern der Zech-steinflora besitzen, da doch an andern Orten, wie amOstrande des rheinischen Schiefergebirgs bei Frankenheimdiese noch ziemlich entwickelt ist. Daher die Schwie-rigkeit, dem Zechstein oder selbst dem Weissliegendenoder Kupferschiefer äquivalente Schichten bei uns zuentdecken.

Wegen des Fehlens organischer Reste, sowie wegenganz allmähligen petrographischen Ueberganges un-seres Ober-Rothliegenden in den u n tern buntenSand-

*) Näheres über jene angeblichen Ullmannien-Abdrücke undbegleitende Fussspuren siehe im 8. Bericht d. Offenbacher Yer. f.Naturk. 1867 S. 88.