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Vollständiges Lehrgebäude der ganzen Optik, oder der Sehe-Spiegel- und Strahlbrech-Kunst : darinn die Gründe derselben theoretische und practisch vorgetragen, die Verfertigung der Maschinen und Instrumente, die Zubereitung aller Arten von Spiegeln und optischen Gläsern deutlich gelehret, auch der Gebrauch derselben bey den Experimenten gezeiget wird / von C. L. D.
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158
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158 II. Theil Cap. VII. Artic. 1. 2. Von den

n Alrtic. I.Die cylindr'ſchen Soiegel zu verfertigen.

Gin ganzer Cylinder laͤſſet ſich nicht, wie ein Planſpiegel mit einer Follebelegen weil man dieſelbe nicht an das Glas andruͤcken kau, darulmuͤſſen ſie, wie die glaſernen Kugeln terminiret werden, wobey zu mel

ken, daß oben und unten um das Glas ein Rand muſſe gemacht werden/damit die fluͤßige Materie, wenn man ſie in dem Glaſe herum laufen laͤſſetnicht vor dee Zeit heraus flieſſe. I'. p. 135. Hüte aber der cylindriſch-Converſpiegel, bey nahe, die halbe Rundung eines Cylinders, dergleichen ichgeſehen babe, ſo kan man ihn, wie einen Converſpiegel mit einer Folie bell,gen, und dazu hölzerne Formen machen laſſen, welche beſſer, als die voGips, ſeyn werden. D.

Anſtat der Folie giebt man ihnen einen ſchwarzen Grund mit Oelfarbeoder ſchwarzen Pech. SE. p. 13.

Ein eylindriſcher Cencavſpiegel von Fraueneis wird auf einen ebeneBrete, wie ein Planſpiegel, beleget, hernach um ein Holz, welches die Fordes begehrten Spiegels hat, gewickelt, und auf daſſelbe oben, unten, unan der Seiten befeſtiget. Lr. p. 135.

Einen cylindriſchen Concavſpiegel machet man alſo: Verfertiget einRohre aus Papp, ſchneidet ein Stuͤck Marienglas ſo groß, daß es die Rohinwendig herum bekleide, beleget ſolches mit Folie, wie einen Planſpiegel, 5get es hernach in die Roͤhre, daß die belegte Seite allendhalben recht anlieg,wiewohl nicht noͤchig, daß der Spiegel die ganze Rohre inwendig herumdecke, ſondern nur die Halfte derſeiben, und ſtreichet die andere HalfteRohre mit einer ſchwarzen oder luftigen Farbe an, oder beklebet ſie!ſchwarzem Papier. Schi. p. 326.

Artic. 2.Experimente mit den cylindriſchen Spieoeln.ie Groͤſſe und Figur der Bilder verandert ſich in den eylindriſchen Ci5 verſpicgeln nach der Lage des Auges und des Objects: Denn berſcheinet ſie in ſelbigen gleich, groſſer, kleiner, bald gerade, rugemeiniglich aber deform und ungeſtalt. 11. Stehet ein Convereylindriſcher Spiegel aufrecht, erſcheinen; 0der aͤuſſeren Flache deſſelben, die Objeete oder das Geſicht lang und ſch 05C. p. 53. Sch. ed. lat. P. 34C. und kaum eines Fingers breit, wenn da ſch