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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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en Ausstülpung der an seinem Grunde befindlichen Papille her-ze ausgetrieben und mit einer gewissen Gewalt in der Hautles der anderen Schnecken hineingestossen. Die Bedeutung diesesir- Vorganges ist zur Zeit noch nicht erklärt. Die Form deser Liebespfeiles ist bei der einzelnen Arten constant und kannoh als werthvolles Unterscheidungszeichen naheverwandter Artenler gelten. Den Pfeil erhält man, wenn man den treffenden,er ihn bergenden Körpertheil ausschneidet und in Aetzkali i 1 kocht.

ch Ferner besitzen die Helixarten noch eine Anzahl An-

hangdrüsen, über deren Bedeutung man gleichfalls nochnichts Bestimmtes weiss. In die Scheide mündet durcheinen mehr oder minder langen Gang die Samentasche,receptaculum seminis (Ps ), an welchem sich ein Anhang,das Diverdiculum (cl) befindet, dessen Zweck zur Zeit nochnicht bekannt ist. Die Samentasche nimmt wahrscheinlich denSamen des begattenden Thier es auf, um ihn für die nachder Begattung in die Vagina gelangenden Eier zu bewahren.Die Oeffnung des Geschleehtsapparates nach aussen liegt beiden rechts gewundenen Arten an der rechten, bei den linksgewundenen an der linken Seite des Halses.

Einfacher ist der Geschlechtsapparat bei den Kiemensehne-cken. Männliche wie weibliche Organe bestehen hier auseiner in die Lebersubstanz eingebetteten, keimbereitendenDrüse, die immer auf der rechten Seite des Thieres liegtuud einen langen Ausführungsgang hat. Bei dem Weibchen er-weitert sich derselbe dicht vor seiner Mündung zu einemUterus, zu dem bei Paludina noch eine Samentasche, beiNeritina eine Nebendrüse mit fettigem Secret kommt. Vordem Uterus liegt eine kurze Scheide, die in der Mantelhöhlelinks hinter dem After ausmündet. Bei dem Männchenläuft der Ausführungsgang ganz auf dem Boden der Man-telhöhle nach dem Penis zu, entweder als geschlossenes Kohr,wenn der Penis hohl ist, oder als offene Kinne bis zurSpitze desselben, wenn er solide ist. Der Penis liegt immeram Kopfe dicht hinter dem rechten Fühler oder wie beiVivipara in einer Rinne desselben.

Das Gehäuse.

Das Gehäuse dient dem Thiere zum Schutze gegenC1 e s s i n, Fauna. 3