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Es gibt jedoch auch Gattungen, bei denen die Richtung desAufwindungsmodus wechselt. (Baliminus, Clausilia). Ein-zeln auftretende Abweichungen von der normalen Windungs-richtung, wie sie bei nahezu allen Arten, wenn auch äusserstselten, beobachtet werden, werden Abnormitäten oderMonstrositäten genannt.
Solche Abweichungen von der normalen Form derGehäuse entstehen auch durch Verletzungen der Schalen.Werden die Gehäusen am Mundsaume verletzt, wenn sienoch unvollendet sind, und wird dabei der Spindelmuskeletwas aus seiner normalen Lage verschoben, so verlängertsich in der Regel das Gewinde und die Gehäuse nehmeneine mehr oder minder scalare Form an. Zuweilen werdensie, wenn die Verletzung sehr frühseitig geschah, bei dengrösseren Helixarten vollkommen pfropfenzieherförmig. —■Werden dagegen die Gehäuse hinter dem Mundsaume ver-letzt, so entstehen die sonderbarsten Verkrüppelungen, wenndas Thier die verletzten Stellen zu repariren versucht. Istdie hinter der Mündung eingebrochene Oeffnung gross genug,dass das Thier durch dieselbe aus dem Gehäuse kriechenkann, so bildet es häufig eine zweite Müudung mit ver-stärktem Mundsauine an der verletzten Stelle. —• (Gen.Clausilia. seltener Gen. Helix).
Abnorme Erscheinungen ergeben sich auch dadurch,dass die Epidermis der Gehäuse des Farbstoffes entbehrt,und dass in diesem Falle die Gehäuse farblos, grünlichdurchscheinend oder ganz weiss (albin) bleiben.
Im Allgemeinen sind Abnormitäten ziemlichselten; dennoch finden sie sich bei allen Arten. EinzelneGattungen oder Arten, deren Form, Aufenthaltsorteoder Gewohnheiten, Gehäuseverletzungen besonders begün-stigen, werden häufiger in abnormen und monstruosen Ge-häusen gefunden als andere. So z. B. die Arten des Gen.Planorbis. —
1. Ordnung, Stylominatophora.
Thiere: Augen auf den längeren oberen Fühlern ange-bracht, die desshalb an ihrer Spitze kolbig verdickt sind,retraetil; Kopf vorne abgestutzt; fast durchaus 2 kleinere,weiter unten stehende Fühler vorhanden. Athmnng durcheine Lungenhöhle unmittelbar.