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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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gar keine feste Handhabe, um die Koeh’sche Art leicht undsicher zu bestimmen, abgesehen davon, dass der Hautsaumauch unter Exemplaren desselben Fundortes nicht immergleich breit und lang ist.

Vit rin a nivalis , Charpentier .

Vitrina nivalis, Charp. in Dumont et Mortillet, hist. moll. Savoye 1852.

Vitrina Charpentieri, Stabile, Deser. coq. nouv., in Revue Mag. Zool. par. GuerinNr. 7. 1859.

Thier: jenen von Vitr. diaphana ähnlich.

Gehäuse: elliptisch, niedergedrückt, glashell, durch-sichtig, sehr glänzend; Gewinde sehr klein, wenig erhoben;aus 3 ziemlich langsam zunehmenden Umgängen bestehend,von denen der letzte ziemlich tief her-absteigt; das Gewinde nimmt nicht ganzdie Hälfte der Gehäusebreite ein, undist der letzte Umgang erst kurz vorder Mündung sehr erweitert; Nathwenig vertieft; Mündung schief, weit,eiförmig; mit flaeh-bogig ausgeschnit-tenem Spindelrande, der durch einensehr schmalen, kaum den vierten Theilder Gehäuseunterseite einnehmenden Hautsaum seiner ganzenLänge nach begrenzt wird.

Durcbm. 5 Mm., Höhe 2,4 Mm.

Wohnort. Unter Steinen und Moos , in der alpinenRegion der Alpen .

Verbreitung. Nur in den Alpen über 6000’ Höhe,bis zur Schneegrenze. Bis jetzt noch nicht innerhalb derGrenzen des Deutschen Reiches beobachtet, aber durch Tirolund die Schweiz bis sehr nahe an dieselbe heranreichend.

Bemerkung. Vit. Charpentieri steht zwischen V.diaphana und pellucida in der Mitte, nähert sich aber dochetwas mehr der ersteren, von der sie sich durch folgendeMerkmale unterscheidet: Die Mündung ist weniger weitund höher, sie ist mehr ei - als ohrförmig, das Gehäuse istmehr kugelig, der Spindelrand ist weniger gebogen und derHautsaum viel schmäler.

Fig. 29.

Vit. Cbarpentieri St.