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Varietäten:
1 . Mortini, Jeffreys, Brit. coneh. I. p. 171.
Gehäuse von hellerer Farbe, mehr niedergedrückt undmit schärferem Kiele.
2. Alderi. Gray in Turton. Shells Brit. p. 148. 1840.
Gehäuse kleiner von dunklerer Farbe. (Auf sehr feuch-ten, sumpfigen Wiesen).
Wohnort: an schattigen Orten, in Wäldern, Heckenund Büschen, unter Moos oder todem Laube.
Verbreitung. Ueber das ganze Gebiet verbreitetund wohl nirgends auf grössere Strecken fehlend; nur ausBöhmen noch nicht bekannt aber wahrscheinlich übersehen;nirgends häufig; im Gebirge bis 2000 Mm. Höhe. Auffal-lend zahlreich findet sich H. fulva im Genist von Bächenund Flüsse.
Bemerkung. H. fulva ist von allen Arten ihresGenus so sehr abweichend, auch bezüglich ihr-er Zungen-bewaffnung, dass sie mehrere neuere Autoren als Repräsen-tant eines eigenen Genus betrachten. Ich halte die Bezäh-nung für kein so wichtiges Moment, dass ich sie deshalbzu einem selbstständigen Geschlechte erheben könnte.
6. Genu s Z o ni toi des, Leliinann.
Zonitoides Lehmann, Malak. Blätter IX. 1862. p. 111. — Stettin p. 71.
Thier: Geschlechtsorgane mit Pfeil und Pfeilsack;Kiefer halbmondförmig, mit conischem Zahne am concavenBogen; Zunge ähnlich derjenigen der Hyalina-Arten, Zähnein 3 Längsfelder getheilt, Mittelzahn und Nebenzähne gleich-gross, ersterer 3-, letztere, 8—9 an Zahl, 2 spitzig; Seiten-zähne hackenförmig. 51—55 Längsreihen.
Gehäuse: weit genabelt, gedrückt-kugelig, glänzend,durchsichtig; Umgänge gewölbt, Mündung rund, Mundsaumscharf, nicht erweitert; Farbe dunkelbgelb.
Bemerkung. Das Gehäuse weicht nicht vom Typusder Hyalinen ab, das Thier neigt sieh dagegen in seinerOrganisation durch das Vorhandensein des Pfeiles und Pfeil-sackes am Geschlechtsapparat mehr zu Genus Helix.