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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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V er br eitun g. Nur in Schlesien anf dem Zobten,und in der südöstlichsten Ecke Bayerns in den Alpen beiBeichenhall und Schellenberg.

Bemerkung. Die vorstehende Art ist durch denscharfen Kiel und die flache Oberseite vor den beiden vor-hergehenden ausgezeichnet. Sie gehört mehr dem OstenEuropas an.

4. Patula pygmaea, Draparnaud.

Helix pygmaea, Drap. hist. p. 114. t. 8. fig. 810. tabl. p. 92. C. Pfeiffer,Naturgescb. III. p. 21. t. 4. fig. 2021. Roßsm., Icon. fig. 5S2.Chemnitz, ed. II. Kr. 564. t. 89. fig. 2427.

Anatomie: Lehmann, Stettin , p. 87 (mangelhaft ohne Abbildung).

Thier: graubraun, mit sehr kleinen,dunklen Punkten besetzt; Mantelbraun, mit Neigung zu roth. Kieferaus 19 Platten zusammengesetzt.

Gehäuse: winzig, weit genabelt,fast scheibenförmig; fein und dichtgestreift, seidenglänzend, durchsichtig,dünn und zerbrechlich; von hellroth-brauner Farbe; Gewinde sehr wenigerhoben; Umgänge 4, sehr langsamzunehmend, von rundlicher Form, ohne Kielanlage; Nahtsehr vertieft; Mündung mondförmig; Mundsaum scharf, nichterweitert.

Durchm. 1,2 mm, Höhe 0,6 mm.

Wohnort. Unter faulem Holze, todem Laube, inWäldern, auf feuchten Wiesen.

Verbreitung. Pat. pygmaea findet sich wohl imganzen Gebiete, wenn sie auch noch von verhältnissmässigwenigen Orten constatirt wurde. Die winzige Schnecke istsehr schwer zu bekommen, und kann lebend nur gefangenwerden, wenn man faulende Holzstücke an ihren Wohn-plätzen auslegt, an deren Unterseite sie bei nicht zu trocke-nem Wetter hinkriecht. Leere Gehäuse erhält man amleichtesten im Auswurfe der Flüsse, unter abgesetztemGeniste.

Fig. 59.

H. pygmaea.