285
stehenden, strichförmigen, glänzend weissen Papillen ange-reiht sind, die gegen die letzten Umgänge an Zahl etwasahnehmen, Mündung birn-förmig; Mundsaum durch eineschwache weisse Wulst verbunden, üppig verstärkt, etwaserweitert; dem Mundsaum parallel läuft eine starke, weisse,den Nacken etwas auftreibende Wulst, die nach ausseni gelblich durchscheint; Lamellen und deren Lage fast völligmit der vorigen Art übereinstimmend, nur die Spindellamelleläuft mehr ober der Unterlamella am Mundsaume aus undlässt zwischen sich und ihr einen breiteren Raum; hart amMundsaume macht selbe noch eine kleine Biegung nach derUnterlamelle. Gaumenfalte 1, nur die obere, bis über dieMondfalte vortretend, von der Gaumenwulst ausgehend;Mondfalte tief im Schlunde, nicht eckig gebogen, an dieSpindelfalte anschliessend; Clausilium: Platte breit, rinnig,nach oben zugespitzt; Spitze mehr auf die Mittellinie derPlatte gerichtet, Stiel stark gedreht.
Länge 17 mm, Breite 3 mm.
Wohnort. An Felsen und Mauern.
^ Verbreitung. Nur in den schlesischen Gebirgen
und zwar am schlesischen Nord- und am böhmischen Süd-abhange. (Brandeis).
Bemerkung. CI. ornata ist die einzige Art ihrerGruppe, deren natürlicher Verbreitungsbezirk theilweisewenigstens nördlich der Alpen sich ausdehnt und Deutsch-land in den schlesischen Gebirgen erreicht; wo sie jedochimmer noch zu den Seltenheiten gehört. —
Die vorstehende Art steht der CI. ifcala zwar sehr nahe,ist aber kleiner und durch die Lage der Gaumenwulst und dieForm der Mondfalte deutlich von ihr unterschieden. Von welch*grosser Bedeutung die Form einzelner Falten und Lamellenfür den Schliessapparat ist, liefert der Vergleich der beiden^ Arten einen sehr schlagenden Beweis. Der Verschluss derbeiden Gehäuse durch das Clausilium ist nämlich infolge dergeänderten Form der Mondfalte ein sehr differirender. BeiCI. itala legt sich der äussere Rand der Platte in der Ruhe• unter, nicht auf die Platte, so dass das Ausweichen der-selben dadurch verhindert wird, dass der innere Randder Platte unter die Spindelfalte tritt und vondieser in ihrer Lage erhalten wird. Das oberste Ende des