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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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der Unterlamelle hinter dem Mundsaume laufen K-förmigim Winkel 2 aufgelegte lamellenartige Wülstcben aus, vondenen das eine am Mundsaume endet, das andere auf derUnterlamelle sich lagernd in den Schlund hinabsteigt;Spindellamelle kurz, aber sehr breit, ziemlich gedreht, einesehr tiefe Nische bildend, ober der Unterlamelle und getrenntvon ihr auslaufend, nicht bis zum Mundsaum vortretend;1 lange, weit über die Mondfalte hinausreichende obereGaumenfalte, 1 derbe, wenig gebogene Mondfalte; Inter-lamellar glatt; Clausilium: Platte breit, stark gebogen,schwach rinnig, obere Ecke zugespitzt-gerundet, Stiel ziem-lich lang, wenig gedreht, beiderseits fast eckig von der Platteabgesetzt.

Länge 20 mm, Breite 3,8 mm.

Grössenunterschiede. Die Fundorte Deutschlands zeigen in dieser Hinsicht nur geringe Differenzen. Gehäusevon 20 mm Länge sind schon ziemlich selten; dagegenkenne ich sehr kurze, aus den bayr. Alpen von nur 15 mm,welche in Folge der Verkürzung der einzelnen Umgänge einmehr bauchiges Aussehen bekommen.

Geh äuse - Vari et äten. Mit Ausnahme der eben an-geführten bauchigen Form, die ich nur zu den Grössen-untersehieden zählen kann, kenne ich keine Varietät ausDeutschland .

W ohn ort. An feuchten Orten, im Mulm oder Moose,namentlich gerne an faulem Holze, in den Alpen häufigan Brunnenteichein; an buschigen Bach- und Fluss-ufern.

Verbreitung. Ueber das ganze Gebiet verbreitet,auch in der norddeutschen Ebene, aber in den Gebirgenund deren Vorländer häufiger.

Bemerkung. CI. ventricosa ist weit verbreitet undreicht bis hoch in den Norden; dagegen fehlt sie im west-lichsten Theile von Spanien, in Portugal , in England undim östlichsten Theile von Siebenbürgen; auch die Alpen überschreitet sie nur wenig, indem sie in der lombardischenEbene ihre Südgrenze findet. — Die vorstehende Art istausser durch ihre Grösse, vorzugsweise durch den Mangel