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scharf, nicht erweitert; Spindel beim Vortritt an die Mün-dung gefaltet, stark zurückgebogen, perlmutterweiss; Spin-delumsehlag fest angedrückt.
Länge 13 mm, Breite 4,5 mm.
Länge der Mündung 6,5 mm, Breite 3 mm.
Wohnort. In Wassergräben auf Torfboden.
Verbreitung. Im ganzen Gebiete.
Grössenunterschiede. Gering; ausgewachsene Ge-häuse unter 10 mm Länge sind selten.
Farbenabänderungen. Die Gehäusefarbe wechseltwenig zwischen hellgelb und leicht röthlich-braun.
Bemerkung. Ap. bypnorum ist weit verbreitet. Siefindet sieh in ganz Europa und in asiatisch Sibirien , undda auch die amerikanische Bulinus elongatus, Say mit ihridentisch ist, gehört sie zu den circumpolaren Arten. —Die Schnecke hat die Eigentümlichkeit, plötzlich an derOberfläche des Wassers aufzutauchen und nach einigenSecundeu eben so schnell wieder zu verschwinden.
III. Sub familie Plano rbinae.
Thier: sehr verlängert; Fühler pfriemenförmig. Kieferdreitheilig; Zunge lang, bandförmig. Mittelzahn nicht kleinerals die Nebenzähne, dreispitzig.
Gehäuse: scheibenförmig aufgerollt, meist aus vielen,sehr langsam zunehmenden Umgängen bestehend; rechtsge-wunden.
Bemerkung. Die Planorben sind über die ganzeErde verbreitet. — Die Thiere besitzen die Eigentümlich-keit, die Umgänge vollständig röhrenförmig herzustellen, sodass sie auch an der Beite, an welcher sich der neugebilbeteUmgang auf den älteren auflegt, von der gleichen Stärkesind, wie an ihrer freien Aussenseite. Dieses Verhältnisswird von den einzelnen Arten mehr oder weniger modificirt,und trägt neben dem Aufwindungsmodus sehr wesentlichdazu bei, dass Gehäusemissgestaltungen bei den Planorbensehr häufig sind.