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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Bemerkung. V. alpestris wird ausserdem nur nochin der Schweiz beobachtet. — Ihre stielrunden, kaum auf-einandergelegten, wenig rasch zunehmenden Umgänge, ährmehr geöffneter Nabel und die runde Form der Mündungunterscheidet sie leicht von Y. piscinalis. —■ Die Exemplaredes Königssee besitzen die Neigung, den letzten Umgangvom Gewinde völlig loszulösen.

3. Cincinna antiqua , Sowerby.

Valvata antigua. Sowerby in Mag. of. Nat. bist. 1838 p. 547.

— contorta, Mente, Zeitscbr. für Malak. 1845 p. 115.

— — Stein, Berlin p. 85 t. 2 fig. 27. — Küster in Chemnitz ed. 2Mon. Palud. p. 85 t. 2 fig. 27.

— impura var. obtum, Menke Syn. ed. II. p. 41.

Anatomie: unbekannt.

Thier: nicht beschrieben.

Gehäuse: eng, häufig etwas bedeckt genabelt, gethürmtkreiselförmig, festschalig, mit glänzender Oberfläche und fei-nen, unregelmässigen Zuwachsstreifen, vonFig. 314. grünlich-gelblicher Farbe ; Umgänge 5, fast

rund, nur nach oben mit schwach markir-ter Ecke, langsam zunehmend, durch einetiefe Naht getrennt; Mündung rundlich,nach oben schwach zugespitzt; Mundsaumzusammenhängend, nicht erweitert, scharf;Deckel hornig.

Höhe 5,5 mm, Durehm. 4,4 mm.Grössen unterschiede. Ziemlichbeträchtlich bis zu 7,5 mm Höhe sichc. antiqua. ausdehnend.

Formveränderungen. Die Höheder Gehäuse ist im Verhältniss zur Breite derselben ziem-lich wechselnd, weil die Umgänge sich bald mehr, bald we-niger übereinanderlegen und sich dadurch das Gewinde baldmehr, bald weniger verlängert. Die Ursache dieses Ver-hältnisses ist in den Aufenthaltsorten der Art zu suchen,welche die grösseren Seeen der Yoralpen sind, deren Ober-fläche fast ständig durch Winde in-Bewegung gehalten wird.Hiedurch werden die Thiere gezwungen, sich am Boden fest-zuklammern, um nicht von den Wellen erfasst und ansLand geworfen zu werden.