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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Zunehmen derselben; von V. alpestris und piscinalis unter-scheidet sie ihre mehr eckige Mündungsform und das stär-kere Uebereinanderlegen der Umgänge. Y. fluviatilis stehtzwischen Y. piscinalis und contorta in der Mitte.

5. Gincinna naticina, Menke.

Valvata naticina , Menke in Zeitsohr. für Malak. 1845 II. Bd. p. 129 Nr. 11.Hensche, preuss. Molluskenf. u. NacJitr. p. 101.

Anatomie: Hensche 1. c. (Radula).

Thier: wie jenes von V. contorta, nur heller und vonganz weisser Farbe mit wenigen eingestreuten, schwarzenPunkten.

Gehäuse: gedrückt,-kugelig, enge genabelt, fein ge-streift, festschalig, von gelblicher Hornfarbe, glänzend; Um-gänge 4, sehr rasch an Umfang zunehmend,rundlich, der letzte Umgang sehr erweitert, Fig. 316.zwei Drittel der Gehäuselänge ausmachend;

Mündung verhältnissmässig weit, rundlich-eiförmig, nach oben etwas spitz-winklig.

Mundsaum scharf, am Spindelrande bogen-förmig ausgeschnitten, nicht erweitert,zusammenhängend; Deckel fein, dünn, aus4 rasch zunehmenden Umgängen bestehend. o. naticina.

Höhe 3,5 mm, Durchm. 5 mm.

Wohnort. In schlammigen Stellen ruhigen Wassersder grösseren Flüsse.

Verbreitung. Bis jetzt nur im Memelstrom beiSkirwik, Regierungsbez. Gumbinnen , bei Kaukehmen undBromberg .

Bemerkung. Wahrscheinlich ist die vorstehendeArt weiter verbreitert. Die rasche Zunahme der Umgänge,das bedeutendere Ueberwiegen des letzten Umganges, unddas gedrücktere Gewinde unterscheidet sie von V. piscinalis. Die Abbildung von V. piscinalis, die Slavik p. t. 5fig. 31. 32 gibt, möchte ich als hieher gehörig betrachten;sie würde dann auch in der Elbe Vorkommen. NachHenscbes Untersuchung der Radula kann kein Zweifel überihre Artberechtigung mehr aufkommen.