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gend beschriebenen und abgebildeten Y. planorbis erkennen)angenommen zu haben. Jedenfalls sind die Unterschiede zuunbedeutend, um als Arten neben einander bestehen zukönnen. Auch Kobelt, Nassau p. 212 t. 5 fig. 22 nimmtV. spirorbis als selbstständige Art an; was ich unter diesemNamen gesehen habe, ist nur eine etwas grössere Y. cristata.
Wohnort. In Sümpfen, schlammigen Gräben, Pfützen,Seeen und Teichen, überhaupt in stehenden Wassernjeder Art.
Verbreitung. Im ganzen Gebiete.
Bemerkung. V. cristata ist eine weit verbreiteteArt, die sich nicht nur in fast ganz Europa , sondern auchim grössten Theile Sibiriens findet. Ihre planorbisartigeForm unterscheidet sie zwar leicht von den übrigen Species,wird aber oft Veranlassung, dass sie von Anfängern füreine Planorbis gehalten wird.
' Gyrorbis frigida, Westerlund.
Valvata frigida, West., Fauna moll. Suec. p. 436.
— spirorbis, Küster, in Chemnitz ed. 2 Mon. PalucL p. 89 t. 14 fig. 27. 28.
Anatomie: unbekannt.
Fig. 320.
Thier: nicht beschrieben.
Gehäuse: scheibenförmig, weit perspeektivisch genabelt,ziemlich dünnschalig, fein gestreift, wenig glänzend, durch-scheinend, von graugelblicher Farbe;
Umgänge 4, langsam zunehmend,fast stielrund, ein ganz wenig er-hobenes Gewinde bildend, welchesdadurch entsteht, dass der letzteUmgang sich gegen die Mündungetwas herabsenkt; Naht sehr tief;
Mündung rund; Mundsaum scharf,zusammenhängend, nicht erweitert;
Deckel dünn, schüsselförmig, etwaseingesenkt.
Durchm. 5 mm, Höhe 2 mm.
Wohnort. An schlammigen Gräben.
Verbreitung. Ich kenne diese Art aus deutschenFundorten vorderhand noch nicht, da sie aber in Schweden
G. frigida.