Gehäuse: gross, kegelförmig; Deckel hornig, durch-scheinend, mit eingesenktem Kerne, der wenig aus der Mittegerückt ist.
Verbreitung. Die Familie ist über alle Erdtheileverbreitet und theilt sich in mehrere Genera, von denennur Eines in Deutschland wenige Vertreter hat. Von denübrigen Geschlechtern findet sich keines in Deutschland undEuropa vertreten.
Vivipara, Lamarck , Phil. zool. 1809 I. p. 320. — Paludina, Lamarck et auctor.
Thier: dick und plump, mit breitem, den übrigen Theildes Thieres weit überragendem Fuss.
Gehäuse: fast durchbohrt, kegelförmig, aus vielen,stark gewölbten Umgängen bestehend; Naht tief; Mündungrundlich eiförmig; Mundsaum zusammenhängend, nicht ver-dickt; Deckel hornig, durchsichtig, wenig eingesenkt.
Verbreitung. Das Genus ist auf die nördliche Halb-kugel beschränkt. Deutschland besitzt nur zwei eine weiteVerbreitung habende Arten.
Bemerkung. Ich habe als Genus-Namen „Vivipara«gewählt, weil der Name Paludina vom Autor sowohl alsauch von den meisten ihm nachfolgenden Schriftstellern eineviel weitere Ausdehnung erfahren hat, als jetzt allgemeinangenommen wird. Das Genus Vivipara, wie es jetzt aufge-fasst wird, stellt nur einen sehr kleinen Theil desjenigendar, was früher unter Paludina vereinigt war. Dazu kommtnoch eine fast unentwirrbare Synonymie der beiden deut-schen Arten, so dass es mir aus Zweckmässigkeitsrücksich-ten geeigneter ersehien, den Genus-Namen Paludina ganzfallen zu lassen.