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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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grenzte Varietäten aus ihrem Formenkreise auszuscheiden,weil sich die einzelnen Formen in fortlaufender Kette an-einanderreihen. Geringere Abweichungen beziehen sich aufFarbe, Grösse und Zerfressenbeit der Wirbel.

Verbreitung. Nur an den Küsten der Ostsee .Bemerkung. Es kann keinem Zweifel unterliegen,dass die vorstehende Art nur eine in Folge des geringenSalzgehaltes der Ostsee verkümmerte Abzweigung von Hydr.stagnalis darstellt. Ich möchte sie trotzdem als selbststän-dige Species betrachtet wissen, weil zwischen den gar nichtgewölbten Umgängen der H. stagnalis und den stark ge-wölbten der vorstehenden Art doch kein eigentlicher Zu-sammenhang besteht.

Genus Bythinella, Moquin Tandon .

Bythinella, Moquin-Tandon, histoire xnoll. II. p. 516.

Paludinella, v. Frauenfeld , — Hydrobia, v. Martens (partim). — Paludina, Küster(partim). — Leachia, Kisso.

Thier: klein, länglich, vorn und hinten abgestutzt;Schnauze rüsselartig verlängert; Fühler borstenförmig;Augen am Grunde der Fühler nach aussen und hinten.

Gehäuse: abgestutzt, kegelförmig, mit stumpfer Spitze.Deckel ins Gehäuse eingesenkt, hornig, dünnschalig, durch-sichtig mit excentrischem Kerne und wenigen rasch zuneh-menden Windungen.

Wohnort. Im süssen Wasser lebend.

Verbreitung. Das Genus ist über fast ganz Europa verbreitet; nur im höchsten Norden fehlt sie. Deutschland besitzt mehrere Species, deren Verbreitungsbezirk ein ziem-lich beschränkter ist. Mit Ausnahme von Byth. Schmidtiihat keine Art eine grössere Verbreitung.

Bemerkung. Es gibt unter den sämmtlichen Bin-nenmollusken Deutschlands kein Genus, dessen Begrenzungunsicherer ist, und dessen Species in so verschiedene Generagestellt wurden. Der Hauptgrund für dieses Verhältnissliegt wohl in der mangelhaften Kenntniss der Thiere dereinzelnen Species, deren Kleinheit allerdings für deren ana-tomische Untersuchung sehr hinderlich ist. Auch ich binvorderhand nicht im Stande, mich an andere als die Scha-